Turbulenzen bei US-Vize - jetzt auch noch Wechsel im Team

Inmitten schlechter Umfragewerte für US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat sich nun ein Umbruch in ihrem Team angekündigt. Der Wechsel fällt in unruhige Zeiten.
| dpa
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Vizepräsidentin Kamala Harris winkt, als sie nach einer Rede abreist.
Vizepräsidentin Kamala Harris winkt, als sie nach einer Rede abreist. © Patrick Semansky/AP/dpa
Washington

Inmitten schlechter Umfragewerte und negativer Schlagzeilen tritt die Kommunikationsdirektorin von US-Vizepräsidentin Kamala Harris ab.

Harris' Büro teilte am Donnerstag (Ortszeit) auf Anfrage mit, Ashley Etienne, die seit dem Amtsantritt der Vizepräsidentin auf diesem Posten arbeitet, werde das Team im Dezember verlassen, um sich "anderen Aufgaben zu widmen".

Der Wechsel fällt in unruhige Zeiten für Harris: Die Stellvertreterin von US-Präsident Joe Biden hat seit Monaten mit sinkenden Zustimmungswerten zu kämpfen. Zuletzt häuften sich zudem Medienberichte über Frust und Dysfunktionalität in Harris' Team.

Kein optimaler Start für Kamala Harris

Insgesamt verliefen die ersten Monate im Amt für die Demokratin nicht optimal. Die 57-Jährige war zu Beginn frenetisch bejubelt worden als die erste Frau und erste Schwarze im Vizepräsidenten-Amt der USA. Es gelang ihr bisher jedoch nicht, ein eigenes Profil zu entwickeln. In den ersten Wochen der neuen Regierung kam Harris inhaltlich zunächst so gut wie gar nicht vor. Biden betraute sie schließlich mit mehreren hoch komplexen Themen, darunter die Eindämmung illegaler Migration. Harris konnte hier bislang jedoch nicht punkten, sondern machte stattdessen einzelne Patzer und blieb insgesamt wenig sichtbar.

In einem Interview mit dem Fernsehsender ABC bemühte sich Harris am Donnerstag, Darstellungen über Frust bei ihr und ihrem Umfeld zu zerstreuen. Sie hielt dagegen, die Regierung habe viel erreicht. Auf die Nachfrage, ob sie sich falsch eingesetzt oder unausgelastet fühle, reagierte Harris mit einem zögerlichen Lachen und sagte: "Nein, das tue ich nicht. Ich freue mich sehr über das, was wir erreicht haben." Ihr sei aber klar, dass noch viel zu tun sei.

© dpa-infocom, dpa:211119-99-55488/2

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