Tschechien: Babis will Machtübergabe nicht blockieren

Eine Woche nach der Parlamentswahl in Tschechien scheint sich Ministerpräsident Andrej Babis mit seiner Niederlage abgefunden zu haben. Das Land brauche eine funktionsfähige Regierung, sagte er.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Andrej Babis, Ministerpräsident von Tschechien, scheint sich mit seiner Niederlage abgefunden zu haben.
Andrej Babis, Ministerpräsident von Tschechien, scheint sich mit seiner Niederlage abgefunden zu haben. © Petr David Josek/AP/dpa
Prag

Eine Woche nach der Parlamentswahl in Tschechien scheint sich Ministerpräsident Andrej Babis mit seiner Niederlage abgefunden zu haben.

"Wir übergeben (die Amtsgeschäfte) an die neue Koalition und werden in der Opposition sein", sagte der Gründer der populistischen Partei ANO am Freitag im Radiosender Frekvence 1. Das Land brauche eine funktionsfähige Regierung. "Ich weiß nicht, warum wir in dieser Situation eine Blockadehaltung einnehmen sollten", sagte der 67 Jahre alte Multimilliardär. Als Opposition werde seine Partei "hart, aber korrekt" agieren.

Die Entscheidung, wer den Auftrag zur Regierungsbildung erhält, liegt letztlich bei Präsident Milos Zeman. Doch der 77-Jährige befindet sich weiter auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Behandlung. Über seinen Gesundheitszustand ist nichts Genaues bekannt. Zeman gilt als enger Verbündeter von Babis.

Das neugewählte Abgeordnetenhaus trifft am 8. November zu seiner ersten Sitzung zusammen. Zwei liberal-konservative Oppositionsbündnisse kommen nach der Wahl vom 8. und 9. Oktober gemeinsam auf eine klare Mehrheit von 108 der 200 Sitze. Die ANO-Bewegung von Babis erhält 72 Sitze und ist damit stärkste Einzelpartei. Babis hielt es daher bis vor kurzem für möglich, selbst den Regierungsauftrag zu erhalten.

© dpa-infocom, dpa:211016-99-615656/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen