Tränengas und Wasserwerfer vor EU-Gipfel in Slowenien

Die Polizei in Slowenien Hauptstadt Ljubljana ist gewaltsam gegen Demonstrierende eines Corona-Protests vorgegangen. Im nahe gelegenen Brdo pri Kranj beginnt am Mittwoch der Westbalkan-Gipfel.
| dpa
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Ein Polizist geht durch Rauch während einer Demonstration gegen Corona-Impfungen in Ljubljana.
Ein Polizist geht durch Rauch während einer Demonstration gegen Corona-Impfungen in Ljubljana. © Petr David Josek/AP/dpa
Ljubljana

Sloweniens Polizei hat am Dienstag mehrfach Tränengas und Wasserwerfer gegen Tausende Demonstranten eingesetzt, die in der Hauptstadt Ljubljana gegen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen sind.

Demonstranten hatten dabei auf einem von der Polizei gesperrten Platz das Auto einer ausländischen Delegation umzingelt, wie die öffentlich-rechtliche slowenische Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf die Polizei berichtete. Im nahe gelegenen Brdo pri Kranj beginnt am Mittwoch der Westbalkan-Gipfel der EU mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Die Teilnehmer der Kundgebung haben den Berichten zufolge versucht, sich einem Hotel zu nähern, in dem ein Teil der Delegationen des EU-Gipfels untergebracht ist, wurden aber von der Polizei daran gehindert. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen, darunter der Rapper Zoran Stevanovic, Präsident der kleinen Protestpartei Resni.ca.

Wie die STA weiter berichtete, sind bei den Protesten zudem Journalisten beleidigt, bedroht und weggestoßen worden. Beim TV-Sender "N1" zertrümmerten Demonstranten eine Glastür am Eingang des Sendergebäudes. Eine Sendung musste demnach unterbrochen werden, da Tränengas in die Studios drang. Sloweniens Journalistenverband rief die Polizei auf, die Sicherheit der Reporter zu gewährleisten.

Wegen der angekündigten Proteste vor dem EU-Gipfel hatte Sloweniens Regierung die Polizei angewiesen, Teile von Ljubljana, Brdo pri Kranju und des Orts Bled zu sperren.

Mit einer 14-Tage-Inzidenz von 627 Neuansteckungen mit dem Coronavirus gilt Slowenien in Deutschland als Corona-Hochrisikogebiet.

© dpa-infocom, dpa:211005-99-494025/2

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