Söder: FDP prioritärer Partner - Grüne "möglich"

Die Grünen sind bei allem "Charme" für CSU-Chef Markus Söder nicht unbedingt die idealen Partner für eine mögliche Koalition nach der Bundestagswahl. Aber wenn niemand anderes übrig bleibt?
| dpa
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beim Politischen Aschermittwoch der Partei.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beim Politischen Aschermittwoch der Partei. © Peter Kneffel/dpa Pool/dpa
Passau

Beim Abwägen möglicher Koalitionsoptionen für die Zeit nach der Bundestagswahl im Herbst hat CSU-Chef Markus Söder die FDP als prioritären Partner für die Union bezeichnet.

"Die FDP wäre immer der prioritäre Partner - wenn es reicht", sagte der bayerische Ministerpräsident in seiner Aschermittwochs-Rede in Passau. Gerade FDP-Chef Christian Lindner sei ein "seriöser Partner".

Allerdings könne es sein, dass am Ende dann doch die Grünen übrig blieben. "Möglich, nicht einfach", sagte Söder dazu. "Ich gebe zu, das derzeitige Programm, das sie haben, ist nicht koalitionsfähig." Die Grünen seien unsicherer denn je, stünden in einem Spannungsfeld, hätten beispielsweise Angst vor "radikalen Klimaschützern".

Die Grünen seien keine Quasi-Heiligen, sagte Söder und spottete über die Grünen-Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck: "Es sind charmante und kompetente Leute vielleicht. Ich würde mal sagen, eher charmant, wenn ich an Frau Baerbock und Herrn Habeck denke - bei kompetent bleiben Fragen."

Die SPD wiederum habe nur uralte Konzepte. "Mir kommt die SPD manchmal vor wie Schalke 04: eigentlich einen großen Namen, tolle Geschichte - aber echt schlechtes Spiel", lästerte Söder. Und Kanzlerkandidat Olaf Scholz werde von den Partei-Linken getrieben.

Die AfD griff Söder in seiner Rede scharf an: Das sei eine rechtsextreme Partei "mit ein paar vereinsamten und immer weniger werdenden Bürgerlichen". Sie sei zudem auf dem Weg zu einer sektenähnlichen Gemeinschaft. "Die AfD ist nicht die Alternative für Deutschland, sondern ein Angriff auf Deutschland, ein Angriff auf unsere Demokratie, und zwar nach dem Muster der 30er Jahre."

© dpa-infocom, dpa:210217-99-481760/3

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