Simbabwe: Bereits vier Minister an Corona gestorben

Der südafrikanische Krisenstaat kämpft schwer mit der Corona-Pandemie. Auch die Reihen der Regierung bleiben nicht verschont. Allein in Januar starben drei Minister an Corona.
| dpa
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Menschen in Schutzkleidung tragen den Sarg der an Corona verstorbenen Ministerin Dr. Ellen Gwaradzimba. Seit Beginn der Pandemie sind in Simbabwe insgesamt vier Minister an Covid-19-Komplikationen gestorben.
Menschen in Schutzkleidung tragen den Sarg der an Corona verstorbenen Ministerin Dr. Ellen Gwaradzimba. Seit Beginn der Pandemie sind in Simbabwe insgesamt vier Minister an Covid-19-Komplikationen gestorben. © Tsvangirayi Mukwazhi/AP/dpa
Harare

Im südafrikanischen Krisenstaat Simbabwe hat die Regierung innerhalb weniger Stunden zwei Kabinettsmitglieder durch das Coronavirus verloren.

Verkehrsminister Joel Matizas Tod wurde am späten Freitagabend von der Regierung bekanntgegeben - Außenminister Sibusiso Moyo starb weniger als zwei Tage zuvor ebenfalls an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt vier Minister an Covid-19-Komplikationen gestorben. Mitte Januar war bereits die Ministerin für Angelegenheiten der Provinz Manicaland, Ellen Gwaradzimba, den Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion erlegen. Der Tod von Agrarminister Perrance Shiri war bereits im Juli gemeldet worden. Nach offiziell unbestätigten Medienberichten sollen mehrere weitere Kabinettsmitglieder in einer Privatklinik mit dem Tode ringen.

"Wir befinden uns in einer düsteren Wolke, die wir baldmöglichst loswerden müssen", sagte der stellvertretende Gesundheitsminister John Mangwiro am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er stellte eine Verschärfung des Anfang Januar verhängten Lockdowns mit seiner strengen Ausgangssperre in Aussicht. "Wir haben gesehen, dass nicht alle Menschen den Lockdown respektieren", sagte er.

Nach den bisherigen Bestimmungen dürfen die Menschen zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr (Ortszeit) nicht das Haus verlassen. Nicht mehr als 30 Teilnehmer sind bei Versammlungen erlaubt. Unter anderem müssen Restaurants, Bars und Sporthallen schließen. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem afrikanischen Land 30 523 Infektionen verzeichnet, 962 Menschen starben an den Folgen.

Die Zahlen sind im Vergleich zu denen anderer Länder zwar gering, bringen das Gesundheitssystem des Landes aber in Schwierigkeiten. In den sozialen Medien wird zunehmend der Regierung die Schuld gegeben, die dem Krankenhauspersonal geforderte Schutzkleidung sowie Gehaltserhöhungen verweigerte und einen Streik provozierte.

© dpa-infocom, dpa:210123-99-138701/2

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