Sieben-Tage-Inzidenz hat in Bayern als Maßstab ausgedient

Bisher galt der Inzidenz-Wert als Richtschnur für die Verschärfung oder Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. In Bayern gilt dies künftig nicht mehr.
| dpa
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht ein "neuen Kapitel" im Kampf gegen Corona.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht ein "neuen Kapitel" im Kampf gegen Corona. © Peter Kneffel/dpa
München

In Bayern gelten künftig völlig neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen.

Zudem hat nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen praktisch ausgedient. Stattdessen gilt nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Innenräumen breitflächig der 3G-Grundsatz: Zugang zu vielerlei öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem negativen Test. Ausnahmen von der 3G-Regel gelten etwa für den Handel und den öffentlichen Nahverkehr.

Klinik-Auslastug als Maßstab

Schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sind stattdessen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung. Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dann will die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen - beschließen. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - dann sollen die Anti-Corona-Maßnahmen noch einmal weiter verschärft werden. Söder sprach von einem "neuen Kapitel" im Kampf gegen das Coronavirus.

© dpa-infocom, dpa:210831-99-37815/5

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