Scholz will raschen Stromnetzausbau auch gegen Widerstände

Deutschland braucht nach Ansicht des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz eine "unglaubliche Geschwindigkeit beim Ausbau der Erzeugungskapazitäten und der Stromnetze".
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
"Es ist die zweite industrielle Revolution": Olaf Scholz.
"Es ist die zweite industrielle Revolution": Olaf Scholz. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Köln

Der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will bei einem Wahlerfolg den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Stromnetze auch gegen Widerstand durchsetzen.

"Wer nicht bereit ist, auch mal einen Bagger in die Hand zu nehmen, um eine Stromleitung zu verlegen und ehrlicherweise sich auch mit ganz schön vielen Leuten zu streiten, damit das alles klappt, der wird Deutschland als Industrieland nicht CO2-neutral kriegen", sagte der Bundesfinanzminister im Westdeutschen Rundfunk.

Deutschland stehe vor dem größten industriepolitischen Projekt seit wahrscheinlich weit über 100 Jahren. "Es ist die zweite industrielle Revolution", sagte Scholz. In den vergangenen 250 Jahren habe die Industrieproduktion auf der Nutzung von Kohle, Gas und Öl basiert. Um dies zu ändern, sei ein massiver Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten notwendig. Allein die Chemieindustrie werde 2045 so viel Strom brauchen wie in Deutschland aktuell produziert werde. Auch der Strombedarf anderer Industriezweige wie der Stahl- oder der Zementindustrie werde deutlich steigen.

Notwendig sei deshalb eine unglaubliche Geschwindigkeit beim Ausbau der Erzeugungskapazitäten und der Stromnetze. "Wenn alles bleibt so bleibt wie es heute ist, werden wir niemals rechtzeitig fertig."

CDU und CSU warf der SPD-Kanzlerkandidat vor, die notwendigen gesetzlichen Veränderungen zur Beschleunigung des Umbaus verweigert zu haben. Die Grünen seien zwar gut darin, Ziele zu formulieren, aber "ganz schlecht darin, sie umsetzen". So seien in Baden-Württemberg unter dem grünen Ministerpräsidenten praktisch keine neuen Windkraftanlagen gebaut worden.

© dpa-infocom, dpa:210628-99-172673/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen