Scholz: Putin muss sich für Protassewitsch einsetzen

Nach der Festnahme eines Regierungskritikers im belarussischen Minsk fordert Olaf Scholz Russlands Präsidenten zum Handeln auf. Das Lukaschenko-Regime müsse "international isoliert werden".
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei einem EU-Treffen.
Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei einem EU-Treffen. © Armando Franca/AP/dpa
Berlin

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz erwartet von Russlands Präsident Wladimir Putin, dass er sich nach der von belarussischen Behörden erzwungenen Flugzeug-Landung in Minsk für die Freilassung des Regierungskritikers Roman Protassewitsch einsetzt.

"Präsident Putin muss all seinen Einfluss auf den belarussischen Diktator nutzen, um die sofortige Freilassung von Roman Protassewitsch und seiner Partnerin Sofija Sapega zu erreichen. Das Regime in Minsk muss international isoliert werden", sagte Scholz den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Putin und der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko treffen sich heute im russischen Sotschi. Die belarussischen Behörden hatten eine Passagiermaschine zur Landung gezwungen - angeblich wegen einer Bombendrohung. Die stellte sich später als Fehlalarm heraus. Nach der Landung in Minsk wurden der Regierungskritiker Protassewitsch und seine Freundin Sofia Sapega festgenommen. Der Vorfall löste international Entsetzen aus. Die EU-Staats- und Regierungschef einigten sich schnell auf Sanktionen gegen Belarus. Russland ist der wichtigste Verbündete von Belarus.

"Meine Erwartung an den Kreml vor dem Treffen mit dem belarussischen Diktator Alexander Lukaschenko ist klar: Moskau darf diesen ungeheuerlichen Akt der Luftpiraterie nicht ignorieren", sagte Vizekanzler Scholz. Lukaschenko habe mit der erzwungenen Flugzeug-Landung gegen internationales Recht verstoßen.

© dpa-infocom, dpa:210528-99-770193/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen