Renteneintrittsalter steigt - Wegen Mütterrente

Das Alter, in dem Versicherte durchschnittlich ihre Altersrente erhalten, ist von 2018 auf 2019 von rund 64,1 auf rund 64,3 Jahre gestiegen.
von  dpa
Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank und sonnt sich.
Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank und sonnt sich. © Stephan Scheuer/dpa/dpa

Berlin - Das Alter, in dem Versicherte durchschnittlich ihre Altersrente erhalten, ist von 2018 auf 2019 von rund 64,1 auf rund 64,3 Jahre gestiegen.

Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund an diesem Montag in Berlin mitteilte, gab es bei Frauen eine spürbare Zunahme von 64,1 auf 64,5 Jahre. "Hauptgrund hierfür ist die Mütterrente II, die zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Das durchschnittliche Zugangsalter der Frauen, die durch die zusätzliche Anerkennung von Kindererziehungszeiten erstmalig einen Anspruch auf eine Altersrente haben, ist überdurchschnittlich hoch", so ein Sprecher der Rentenversicherung. Bei den Männern sei das Renteneintrittsalter im Vergleich zu 2018 konstant bei rund 64,0 Jahren geblieben.

Die Rentenversicherung sieht die Finanzierung der Mütterrente als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie sollte deswegen aus Steuermitteln, und nicht aus Beiträgen finanziert werden, so ihre Argumentation.

Auf lange Sicht gab es einen deutlichen Anstieg des durchschnittlichen Renteneintrittsalters. Von 2000 bis 2019 ist es um zwei Jahre gestiegen. "Grund für den langfristigen Anstieg des Renteneintrittsalters sind insbesondere die Anhebung der Altersgrenzen und das Auslaufen von zwei vorgezogenen Altersrentenarten", macht die Rentenversicherung deutlich.

Die vorgezogenen Altersrentenarten konnten in der Vergangenheit teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden, wie bei der Altersrente für Frauen oder bei der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit.