Putin ordnet schärfere Corona-Maßnahmen an

In Russland steigen die Infektionszahlen weiter. Die Behörden zählen mehr als 37.900 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie. Putin will jetzt noch härter durchgreifen.
| dpa
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Der russische Präsident Wladimir Putin.
Der russische Präsident Wladimir Putin. © Mikhail Metzel/Sputnik Kremlin/dpa
Moskau

Angesichts immer neuer Corona-Höchststände hat Russlands Präsident Wladimir Putin weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet.

So müssen künftig Restaurants, Bars und Clubs nachts zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr schließen, wie aus einem Dokument auf der Kreml-Homepage hervorgeht. Vor dem Hintergrund einer weiterhin recht niedrigen Impfquote ordnete Putin zudem zwei freie Tage für Arbeitnehmer an, die sich eine Injektion verabreichen lassen.

In sechs Regionen - darunter in Perm und in Woronesch - begannen unterdessen am Montag arbeitsfreie Tage, die zunächst bis zum 7. November angesetzt sind. Russlandweit soll am Samstag eine arbeitsfreie Woche beginnen. Mit dieser Maßnahme soll der zuletzt dramatischen Entwicklung bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen entgegengewirkt werden. Viele Arbeitnehmer befürchten jedoch, dass sie in dieser Zeit - anders als von Putin in Aussicht gestellt - ihren Lohn nicht weitergezahlt bekommen.

Laut offizieller Statistik zählten die russischen Behörden am Montag mehr als 37.900 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie. Im selben Zeitraum starben demnach 1069 Menschen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen. Vollständig geimpft sind im größten Land der Erde erst knapp 34 Prozent der 146 Millionen Menschen.

© dpa-infocom, dpa:211025-99-729188/4

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