Proteste gegen Corona-Pass in Italien - Chaos bleibt aus

Die italienische Regierung setzt bei der Pandemiebekämpfung auf die Umsetzung der 3G-Regel in fast allen Lebensbereichen. Eine Ausweitung sorgt nun für Proteste von Arbeitern.
| dpa
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Angestellte des Hafenterminals Psa von Genua protestieren gegen die neuen Corona-Vorgaben in Italien.
Angestellte des Hafenterminals Psa von Genua protestieren gegen die neuen Corona-Vorgaben in Italien. © Luca Zennaro/ANSA via ZUMA Press/dpa
Rom

Am Tag der Einführung des Corona-Zertifikats an allen Arbeitsplätzen ist es in Italien wie erwartet zu Protesten gekommen. Das befürchtete Chaos blieb am Freitag bis zum Mittag allerdings aus.

An den wichtigsten Häfen in Triest und Genua streikten nach Medienangaben Hunderte von Arbeitern und versuchten, die Zugänge zu blockieren. Der Verladebetrieb wurde zunächst aber nicht entscheidend beeinträchtigt.

In etlichen Städten kam es zu Protesten. Immer wieder versuchten Demonstranten, Straßen oder Plätze zu blockieren und den Verkehr aufzuhalten. Zunächst konnte die Polizei solche Ansammlungen aber auflösen. Am Nachmittag waren weitere Kundgebungen geplant, unter anderem in der Hauptstadt Rom. Dort hatte es am vorigen Samstag bei einer Demo von Impfgegnern heftige Randale mit Verletzten gegeben.

In Italien muss ab sofort jeder Beschäftigte in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Sektor nachweisen, dass er geimpft, genesen oder auf das Coronavirus getestet ist. Nur dann kann mit einem sogenannten Grünen Pass die Arbeitsstelle betreten werden. Die Maßnahme setzte Ministerpräsident Mario Draghi trotz Protesten der Gewerkschaften und der Opposition durch. Er will damit die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöhen und mehr Italiener zur Impfung bewegen.

© dpa-infocom, dpa:211015-99-609951/3

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