Militär brennt Dorf in Myanmar nieder

Nach dem Militärputsch in Myanmar wird jeder Widerstand im Land mit brutaler Härte unterdrückt. Nun traf es ein ganzes Dorf im Nordwesten des Landes.
| dpa
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Soldaten während eines Protestes gegen den Militärputsch im März in Yangon.
Soldaten während eines Protestes gegen den Militärputsch im März in Yangon. © Str/AP/dpa
Yangon

In Myanmar hat das Militär ein ganzes Dorf niedergebrannt. Etwa 100 Soldaten seien in das Dorf Kaebar im Nordwesten des Landes eingedrungen, berichteten lokale Medien und Augenzeugen am Dienstag.

Die Bewohner seien daraufhin in Panik geflohen. Anschließend hätten die Soldaten fast 100 Häuser angezündet und in Schutt und Asche gelegt. In sozialen Netzwerken waren Bilder mit den Trümmern der Häuser zu sehen.

"Sie haben um sich geschossen, als sie ins Dorf kamen, und die Dorfbewohner sind in den Wald gerannt. Dann brannten sie die Häuser nieder", hieß es in einer Mitteilung einer örtlichen Widerstandsgruppe. Der Angriff in der Region Saigang ereignete sich demnach am Montag. Das frühere Birma versinkt seit einem Putsch im Februar in Chaos und Gewalt.

Das Militär hatte die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet und regiert seither mit eiserner Faust. Jeder Widerstand wird mit brutaler Härte unterdrückt. In vielen Teilen des südasiatischen Landes haben sich lokale bewaffnete Einheiten gebildet, um Widerstand gegen die Junta zu leisten.

"Wir konnten das Feuer nicht rechtzeitig stoppen. Jetzt ist nichts mehr übrig. Alles, was wir besaßen, ist verbrannt", sagte ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur. Die Betroffenen suchten nun in Nachbardörfern Schutz. "Aber wir wissen nicht, wie wir ohne unser Zuhause leben sollen."

Es gibt immer wieder Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen in dem Krisenland. Erst in der vergangenen Woche hatten Militärs ein Dorf gestürmt und ein knappes Dutzend Menschen lebendig verbrannt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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