Merz: Ich habe das Glück, im Westen groß geworden zu sein

Warum Friedrich Merz das Aufwachsen im Westen als Glück sieht und weshalb er mehr Gelassenheit und Streitfähigkeit in der Politik fordert.
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betrachtet es als Glück und Zufall, im Westen geboren und aufgewachsen zu sein.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betrachtet es als Glück und Zufall, im Westen geboren und aufgewachsen zu sein. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Magdeburg

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht es als persönlichen Glücksfall, dass er in Zeiten der deutschen Teilung im Westen geboren wurde - und nicht in der DDR. "Ich habe das Glück, und es ist nicht mehr als Glück und Zufall gewesen, nur das, im Westen geboren, im Westen groß geworden zu sein", sagte Merz beim Landesparteitag der sachsen-anhaltischen CDU in Magdeburg.

Der Kanzler betonte, die Menschen im Westen hätten das Glück, bereits seit 80 Jahren in Frieden und in Freiheit zu leben und nicht erst seit 35 Jahren wie die Menschen in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. Das, was man gemeinsam erkämpft habe, sei nicht das Ergebnis von historischen Zufällen, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. "Politik wirkt", sagte der CDU-Politiker.

Merz verwies in dem Zusammenhang darauf, dass Entscheidungen im Bundestag immer wieder umstritten gewesen seien, etwa nach 1990 nach der Wiedervereinigung. In der Erinnerung aber verblasse der Streit, so Merz.

Zuletzt hatte die schwarz-rote Bundesregierung tagelang über ein Rentenpaket gestritten. "Diese Diskussion war richtig und notwendig", betonte Merz. Der Kanzler plädiert insgesamt für mehr Gelassenheit bei politischen Debatten. Die Dinge, die man in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten erreicht habe, habe man im politischen Meinungskampf erstritten. "Und deswegen will ich uns aufrufen: Wir müssen wieder streitfähig sein."

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