Maas weiht neuen Regierungsflieger ein

Die Flieger der Bundesregierung haben schon oft wegen Pannen Schlagzeilen gemacht. Jetzt gibt es ein neues Flaggschiff, das auf bessere Zeiten hoffen lässt. Außenminister Maas testete es auf dem Jungfernflug nach Kairo. Dort führt er heute Nahost-Gespräche.
| dpa
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Der neuer Regierungsflieger steht am Berliner Flughafen. Außenminister Maas startet als erstes Mitglied der Bundesregierung mit dem neuen Flugzeug zu einem Staatsbesuch.
Der neuer Regierungsflieger steht am Berliner Flughafen. Außenminister Maas startet als erstes Mitglied der Bundesregierung mit dem neuen Flugzeug zu einem Staatsbesuch. © Michael Fischer/dpa
Berlin

Kanzlerin Angela Merkel und ihre Minister haben ein neues Flugzeug für ihre Dienstreisen, das alle bisherigen Modelle in den Schatten stellt.

Außenminister Heiko Maas durfte am Sonntagabend als erster mit dem Airbus A350 nach Kairo starten, wo er am Montag an Gesprächen zum Nahost-Konflikt teilnimmt. Nach knapp vier Stunden landete der SPD-Politiker mit der passenderweise nach dem früheren SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher benannten Maschine sicher in der ägyptischen Hauptstadt.

Der neue Flieger ist nun das Flaggschiff der sogenannten weißen Flotte der Bundeswehr, die vor allem Mitglieder der Bundesregierung transportiert. Er ist 67 Meter lang, kann 13.100 Meter hoch und nonstop 18.000 Kilometer weit fliegen - also fast um die halbe Welt, selbst bis Auckland in Neuseeland. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei etwa 910 km/h. Bisher waren die Maschinen von Typ A340 die besten Stücke der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Die schaffen es aber höchstens 15 200 Kilometer weit und haben eine Reisegeschwindigkeit von nur 890 km/h.

Maas trifft sich in Kairo mit den Außenministern Ägyptens, Jordaniens und Frankreichs, um über eine Wiederbelebung des festgefahrenen Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern zu sprechen. Die Vierer-Gruppe war im vergangenen Februar am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz gegründet worden, um Bewegung in den seit Jahren festgefahrenen Friedensprozess zu bringen.

Anknüpfen wollen die Minister nun an die von den USA vermittelte Normalisierung der Beziehungen Israels zu inzwischen vier Ländern im Nahen Osten und Nordafrika: Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Sudan und Marokko. "Die letzten Monate haben uns verdeutlicht, dass es im Nahen und Mittleren Osten auch gute Nachrichten gibt", sagte Maas vor seinem Abflug . "Die daraus entstandene Dynamik muss jetzt erhalten und für den Nahostfriedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern genutzt werden."

Es gehe nun darum, welche konkreten Schritte helfen können, Vertrauen zwischen Israel und den Palästinensern aufzubauen und so eine Annäherung und letztlich auch Verhandlungen zu ermöglichen. "Uns ist klar, wie schwierig diese Aufgabe ist", sagte Maas. "Aber auch kleine Schritte aufeinander zu sind wichtig, um ein weiteres Auseinanderdriften zu verhindern."

Die Palästinenser sehen die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den vier Ländern kritisch. Direkte Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern gab es schon seit fast sieben Jahren nicht mehr. Der bislang letzte Versuch war im April 2014 gescheitert - trotz der Vermittlung des damaligen US-Außenministers John Kerry.

© dpa-infocom, dpa:210111-99-974771/2

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