Maas: Afghanistan droht im Winter humanitäre Katastrophe

In Afghanistan sind bereits jetzt Millionen von Menschen auf humanitäre Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Die Lage dürfte sich in den kommenden Monaten noch verschlechtern, warnt auch Heiko Maas.
| dpa
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Außenminister Heiko Maas (SPD) spricht mit Journalisten während der Ankunft zu einem Treffen der EU-Außenminister.
Außenminister Heiko Maas (SPD) spricht mit Journalisten während der Ankunft zu einem Treffen der EU-Außenminister. © Darko Bandic/AP/dpa
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In Afghanistan droht nach Aussagen von Bundesaußenminister Heiko Maas im kommenden Winter eine "humanitäre Katastrophe".

Um dies zu verhindern, müsse man nun schnell handeln, sagte der SPD-Politiker am Freitag nach Beratungen mit Kolleginnen und Kollegen der anderen EU-Staaten in Slowenien. Möglichkeiten dafür seien Stabilisierungsmaßnahmen und Entwicklungszusammenarbeit.

Zugleich warnte Maas die Taliban davor, sich nach ihrer Machtübernahmen nicht an Grundbedingungen zu halten, die auf deutsch-französische Initiative hin von der EU formuliert wurden. Bei ihnen geht es zum Beispiel darum, dass die Taliban eine Regierung unter Einbindung auch von anderen politischen Kräften im Land bilden und die Einhaltung von Menschenrechten gewähren sollen.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte bereits am Dienstag gefordert, angesichts der schweren Dürre und des bevorstehenden harten Winters in Afghanistan müssten dringend zusätzliche Nahrungsmittel, Unterkünfte und medizinische Hilfsgüter in das Land gebracht werden. "Ich fordere alle Beteiligten auf, den sicheren und ungehinderten Zugang für lebensrettende und lebenserhaltende Hilfsgüter sowie für alle humanitären Helfer - Männer und Frauen - zu ermöglichen", sagte er.

© dpa-infocom, dpa:210903-99-82549/3

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