Libyen: Tote und Vermisste nach Bootsunglück

Auf der Flucht übers Mittelmeer Richtung Europa sterben immer wieder Menschen. Vor der libyschen Küste kentert nun erneut ein Boot.
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Im libyschen Khoms City Hospital werden die Leichen der gestorbenen Flüchtlinge aufbewahrt.
Im libyschen Khoms City Hospital werden die Leichen der gestorbenen Flüchtlinge aufbewahrt. © Yousef Murad/AP/dpa
Tripolis

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Libyens sind die Leichen von 14 Menschen geborgen worden. Vier Migranten seien gerettet worden, teilte das Innenministerium des Bürgerkriegslandes mit.

Insgesamt waren den Angaben nach rund 60 Menschen an Bord des gekenterten Boots. Nach den Vermissten werde gesucht. Die Behörden waren durch Berichte über angespülte Leichen auf das Unglück aufmerksam geworden. Die Migranten seien afrikanischer Herkunft. Wann genau sich das Unglück ereignete, war zunächst unklar.

Gefährliche Route

Derzeit wagen wieder viele Migranten die lebensgefährliche Überfahrt von Libyen aus nach Europa. Am Samstag rettete Tunesiens Marine 44 Menschen, die aus dem Nachbarland aufgebrochen waren, um nach Italien zu fahren. Die meisten von ihnen stammten nach Angaben des tunesischen Roten Halbmondes aus Syrien und Mali. Die Menschen hatten vor der Küste der Stadt Zarzis im Süden des Landes von ihrem kaputten Boot aus um Hilfe gerufen. Die Menschen sollen nun in Notunterkünfte in Tunesien kommen. Diese seien allerdings stark überfüllt. Auch private Hilfsorganisationen retteten in den vergangenen Tagen wieder hunderte Bootsmigranten im Mittelmeer.

Das Bürgerkriegsland Libyen hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Transitland für Migranten entwickelt, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen. Migranten sind Menschenrechtlern zufolge in Libyen immer wieder Gewalt, Erpressung und Zwangsarbeit ausgesetzt.

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