Letzte Baumhaus-Camps im Dannenröder Forst werden geräumt

Seit gut drei Wochen räumt die Polizei ein von Aktivisten besetztes Waldstück in Mittelhessen für den Weiterbau der Autobahn 49. Nun nähert sich die Räumungsaktion wohl dem Ende.
| dpa
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Zwei Umweltaktivisten sitzen in Überlebensdecken gehüllt auf einem Baumhaus im Wald. Im Dannenröder Forst werden die letzten Baumhäuser geräumt.
Zwei Umweltaktivisten sitzen in Überlebensdecken gehüllt auf einem Baumhaus im Wald. Im Dannenröder Forst werden die letzten Baumhäuser geräumt. © Nadine Weigel/dpa
Homberg/Ohm

Unter weiteren Protesten von Umwelt- und Klimaaktivisten hat die Polizei am Donnerstag Räumungen in den letzten beiden verbliebenen Baumhaus-Camps im Dannenröder Forst vorgenommen.

In dem Waldstück werden Bäume für den Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen gefällt. Um dies zu verhindern, hatten die Aktivisten das Waldstück seit mehr als einem Jahr besetzt. Am Donnerstagmorgen standen aber nur noch auf einer Strecke von rund 100 Metern auf der künftigen Trasse Bäume, wie ein Polizeisprecher sagte.

Bei den Räumungsarbeiten hätten sich erneut Menschen in Gefahr begeben - "in großer Höhe auf oder zwischen Bäumen", teilte die Polizei via Twitter mit. Bereits am Morgen hatten die Beamten zudem ein seit Wochen über die Bundesstraße 62 gespanntes Stahlseil entfernt, das Aktivisten für ihren Protest genutzt hatten.

Insgesamt sollten im Dannenröder Forst nahe Homberg/Ohm Bäume auf einer Fläche von 27 Hektar für das Verkehrsprojekt abgeholzt werden. Seit dem 10. November räumt die Polizei das Waldstück schrittweise, um die Arbeiten abzusichern. Vorangegangen waren auch Rodungen im Herrenwald bei Stadtallendorf sowie im ebenfalls nahe Homberg/Ohm gelegenen Maulbacher Wald.

Die A49 soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Umwelt- und Klimaschützer halten das Projekt angesichts der Klimakrise für verfehlt und fordern eine umweltfreundliche Verkehrswende. Die Befürworter versprechen sich weniger Verkehrs- und Lärmbelastung in den umliegenden Dörfern und eine bessere Straßenanbindung für Pendler und Unternehmen.

© dpa-infocom, dpa:201203-99-558073/4

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