Indonesien weiter Corona-Hotspot - Rekordzahl an Todesopfern

Von rund 270 Millionen Einwohnern sind in Indonesien erst 16 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Die Todeszahlen in Verbindung mit dem Virus steigen, genauso wie die Neuinfektionen.
| dpa
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Arbeiter bereiten einen Sarg für eine Beerdigung auf dem speziellen Corona-Abschnitt eines Friedhofs in Indonesien vor.
Arbeiter bereiten einen Sarg für eine Beerdigung auf dem speziellen Corona-Abschnitt eines Friedhofs in Indonesien vor. © Achmad Ibrahim/AP/dpa/Archivbild
Jakarta

Indonesien bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle trotz eines Lockdowns und strikter Regeln nicht in den Griff. Die Behörden meldeten am Freitag mehr als 1200 Tote innerhalb von 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Gleichzeitig wurden im viertbevölkerungsreichsten Land der Erde erneut rund 54.000 Neuinfektionen verzeichnet.

Seit Tagen liegt die Zahl der neuen Fälle bei mehr als 50.000. Indonesien hat damit Indien - wo die Zahlen rückläufig sind - als weltweiten Spitzenreiter überholt. Grund ist vor allem die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante. Gesundheitsminister Budi Gunadi Sadikin forderte die Menschen dringend auf, die Maßnahmen einzuhalten und Masken zu tragen.

Hunderte Menschen, die positiv getestet wurden, seien in der Quarantäne in ihren Häusern gestorben, teilte die Plattform LaporCovid-19 mit, die Daten zur Pandemie in Indonesien sammelt. Vielerorts gibt es nicht mehr genug Krankenhausbetten. Ende Juni hatte das Rote Kreuz bereits vor einem Kollaps des Gesundheitssystems in dem Land mit 270 Millionen Einwohnern gewarnt.

Insgesamt wurden bislang mehr als 2,7 Millionen Corona-Fälle bestätigt. Mehr als 71.000 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. 40 Millionen Bürger haben eine Erstimpfung erhalten, jedoch sind bislang nur 16 Millionen Menschen vollständig geimpft.

© dpa-infocom, dpa:210716-99-409048/2

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