Gesundheitsminister: Planbare Operationen verschieben

Die Gesundheitsminister der Länder sind sich einig. Sie sprechen sich aufgrund der Corona-Lage dafür aus, terminierte Operationen in den Kliniken zu verschieben. Die Situation sei "sehr, sehr ernst".
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Ein Facharzt und mehrere Intensivpfleger versorgen einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Leipziger Uniklinik.
Ein Facharzt und mehrere Intensivpfleger versorgen einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Leipziger Uniklinik. © Jan Woitas/dpa
München

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in weiten Teilen Deutschlands sollen planbare Operationen nach dem Willen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern bundesweit verschoben werden.

In vielen Bundesländern ist dies schon der Fall. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), berichtete nach einer Schaltkonferenz, darüber seien sich die Länder einig gewesen. Es brauche zudem Freihaltepauschalen für die Kliniken, wenn sie Intensivbetten und Klinikpersonal für Covid-19-Patienten frei halten.

"Uns ist allen sehr klar, dass es sehr, sehr ernst ist", sagte Holetschek nach den Beratungen der Deutschen Presse-Agentur in München. Es herrsche eine große Solidarität zwischen allen Bundesländern, betonte der CSU-Politiker. Holetschek dankte den Ländern, die nun im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Konzepts Patienten aus anderen Landesteilen aufnehmen. Konkret sind Verlegungen etwa aus Bayern, Sachsen und Thüringen geplant.

Holetschek warnte aber, die dramatische Corona-Entwicklung könnte sich in den kommenden Wochen durch ganz Deutschland ziehen. "Das Aufwachsen der vierten Welle ist bundesweit zu spüren." Man müsse deshalb rasch Maßnahmen treffen, um die Corona-Zahlen zu senken.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) machte nach Teilnehmerangaben in der Schalte ebenfalls deutlich, entscheidend sei jetzt, dass die Welle gebrochen werden müsse.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-140300/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen