Erneut Dutzende Migranten aus Ärmelkanal gerettet

In einer dramatischen Aktion sind erneut Dutzende Migranten aus Seenot im Ärmelkanal gerettet worden. Ein Frachtschiff hatte den entscheidenden Hinweis gegeben. Ein Mensch hat nicht überlebt.
| dpa
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Ein Boot, von dem man annimmt, dass es für die Überfahrt von Migranten benutzt wurde, liegt am Strand von Walmer (Archivbild).
Ein Boot, von dem man annimmt, dass es für die Überfahrt von Migranten benutzt wurde, liegt am Strand von Walmer (Archivbild). © Gareth Fuller/PA Wire/dpa
Calais

Aus dem Ärmelkanal bei Calais sind am Donnerstag den zweiten Tag in Folge Dutzende Migranten aus Seenot gerettet worden, einer von ihnen starb später in einer Klinik. Zuvor war ein Boot gesunken.

Ein Schiff der französischen Marine, ein Hubschrauber der belgischen Luftwaffe und weitere Rettungsschiffe bemühten sich um die Menschen, die mit ihren kleinen Booten eigentlich über die Meerenge nach Großbritannien gelangen wollten, teilte die maritime Präfektur mit.

Der erste Hinweis auf die 24 Kilometer vor der Küste in Not befindlichen rund 40 Migranten kam von einem Frachtschiff, das mit seinem eigenen Rettungsboot zur Hilfe eilte. Ein bewusstlos aus dem Wasser gezogener Mensch wurde per Hubschrauber zum Krankenhaus nach Calais geflogen. Wie die Zeitung "La Voix du Nord" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete, starb der Betroffene später. Auch zwei alarmierte Fischerboote nahmen Schiffbrüchige auf. Bei einer ähnlich dramatischen Rettungsaktion waren am Mittwoch bereits über 100 Migranten aus Seenot gerettet worden, nachdem mehrere ihrer Boote in Probleme geraten waren.

In diesem Jahr haben bereits mehr als 10.000 Migranten die gefährliche illegale Route über den Ärmelkanal nach Großbritannien auf sich genommen, wie die britische Nachrichtenagentur PA in der vergangenen Woche berichtete.

Der britischen Regierung, die nach dem Brexit ein neues, rigides Einwanderungssystem eingeführt hat, sind die illegal ankommenden Migranten ein Dorn im Auge. London und Paris verständigten sich kürzlich darauf, ihre Kontrollen an den Küsten zu verstärken.

© dpa-infocom, dpa:210812-99-820645/4

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