Die Pressefreiheit mit Füßen getreten: Unerträglich!

Der Gesellschaft wird durch den Fall Deniz Yücel vor Augen geführt, wie Journalisten weltweit behandelt werden. AZ-Redakteur Clemens Hagen über die heutige Situation der Presse.
von  Clemens Hagen
AZ-Redakteur Clemens Hagen über den weltweiten Umgang mit Journalisten.
AZ-Redakteur Clemens Hagen über den weltweiten Umgang mit Journalisten. © dpa / az

Der Gesellschaft wird durch den Fall Deniz Yücel vor Augen geführt, wie Journalisten weltweit behandelt werden. AZ-Redakteur Clemens Hagen über die heutige Situation der Presse.

Naturgemäß fällt es schwer, über den eigenen Berufsstand zu schreiben. Aber in unseren postfaktischen Zeiten von Fake News verbreitender Lügenpresse muss es mal erlaubt sein.

Wie Journalisten fast schon weltweit behandelt werden, ist mit einem Wort: unerträglich! Dass das Schicksal von Deniz Yücel diesen Umstand nun vielen Menschen vor Augen führt, ist womöglich das einzig Positive an dem Fall.

Yücel ist jedoch nur einer von vielen hundert Kollegen in der Türkei, die von Erdogans Schergen wenn nicht ins Gefängnis geworfen, so zumindest mundtot gemacht wurden. Dabei ist der Pascha vom Bosperus nicht der Einzige, der Pressefreiheit mit Füßen tritt.

Stellvertretend seien hier nur Russland und China erwähnt. Da erscheint es besonders tragisch, dass selbst der Führer der freien Welt nicht davor zurückschreckt, täglich auf seine Journaille einzudreschen. Schämen Sie sich, Mr. Trump!