Brandenburg erwartet noch Tausende auf der Belarus-Route

Migranten aus dem Nahen Osten, die über Belarus in den EU kommen, bleiben auch in Deutschland ein Thema. Brandenburg rechnet damit, dass viele in die Bundesrepublik wollen.
| dpa
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Michael Stübgen (CDU), Brandenburger Minister des Innern und für Kommunales.
Michael Stübgen (CDU), Brandenburger Minister des Innern und für Kommunales. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Potsdam

Brandenburg erwartet für die nächsten Monate noch mehrere Tausend Menschen, die über Belarus und EU-Staaten nach Deutschland kommen.

Landesinnenminister Michael Stübgen (CDU) verwies am Mittwoch auf Migranten, die bereits Lettland, Litauen und Polen erreicht hätten und voraussichtlich von dort weiterzögen. "Wir müssen davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten (...) die meisten von diesen Menschen nach Deutschland kommen", sagte Stübgen im Innenausschuss des Brandenburger Landtags. Auch reisten nach wie vor Menschen nach Belarus, die in die Europäische Union weiter wollten. Er habe allerdings den Eindruck, dass dort mehr Migranten ankämen als nach Westen weiterzögen. Es gebe keine wirklich belastbaren Zahlen.

Die Zahl der unerlaubt Einreisenden auf der Belarus-Route und anderen Wegen wachse, sagte der Minister. Dennoch seien es weit weniger als in den Jahren 2015 und 2016. Die Bundespolizei sei in der Lage, die deutsche Grenze zu sichern und die unerlaubt Eingereisten im Grenzgebiet festzustellen. Im Hinterland würden nur wenige Migranten angetroffen.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf EU-Sanktionen erklärt, er werde Migranten in Richtung EU nicht mehr aufhalten. Die EU wirft ihm vor, die Menschen aus Krisengebieten regelrecht einzuschleusen.

© dpa-infocom, dpa:211103-99-851820/2

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