Biontech liefert nach "Übererfüllung" wieder wie vereinbart

Um die Impfkampagne zu steuern, wurden Dosen teils früher eingesetzt als gedacht. Insgesamt sollen geplante Mengen eingehalten werden.
| dpa
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Der Impfstoff Comirnaty des Herstellers Biontech/Pfizer.
Der Impfstoff Comirnaty des Herstellers Biontech/Pfizer. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin/Mainz

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland werden für Juli wie vorgesehen weniger Dosen des wichtigsten Herstellers Biontech erwartet als jetzt im Juni.

Durch eine vorgezogene Lieferung habe Biontech ermöglicht, dass im zweiten Quartal und besonders im Juni deutlich mehr Dosen geliefert werden können als ursprünglich angenommen, erklärte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch. Es sei immer klar gewesen, dass die Gesamtliefermenge dann im dritten Quartal auf 40,2 Millionen Dosen sinken würde. Im noch bis Ende Juni laufenden zweiten Quartal würden rund 50 Millionen Dosen erwartet.

Für Juli lägen vom Unternehmen bisher nur für die 1. Woche konkrete Prognosen vor. Nach der Gesamtmenge sei jedoch ein Durchschnitt von rund 3,3 Millionen Dosen pro Woche zu errechnen. Diese Zahlen seien auch den Ländern transparent mitgeteilt worden, erläuterte das Ministerium. Laut einer veröffentlichten neuen Übersicht werden in der Woche ab 5. Juli gut 3,2 Millionen Dosen von Biontech erwartet. In der laufenden Woche sind es demnach 4,6 Millionen Dosen. In den Wochen vom 21. und vom 28. Juni sollen je 5,7 Millionen Dosen kommen.

Biontech erklärte, man habe für das zweite Quartal den Vertrag übererfüllt. "Wir werden im Juni mehr Dosen liefern als ursprünglich vereinbart war, um die Impfkampagnen in Europa und damit auch in Deutschland zu unterstützen und zu beschleunigen", sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Im dritten Quartal und damit auch im Juli werde die Zahl der Dosen wie vertraglich vereinbart geliefert.

Der Lieferübersicht zufolge gibt es für Juli auch konkrete Zahlen für das Präparat von Moderna. Erwartet werden wöchentlich 733.200 Dosen und damit etwas mehr als im Wochenschnitt im Juni.

Der Hersteller Johnson & Johnson kann nach Angaben der EU-Kommission sein Lieferziel für Corona-Impfstoff bis Ende Juni nicht einhalten. Die den EU-Staaten zugesagte Menge von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal werde nicht erreicht, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Wie viel geliefert werde, könne er noch nicht sagen. Der Sprecher bekräftigte aber das Ziel, bis Ende Juli insgesamt genug Corona-Impfstoff verschiedener Hersteller zu haben, damit 70 Prozent der Erwachsenen in der EU geimpft werden können.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-17542/2

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