Biden: Höchststand der Corona-Toten "tragischer Meilenstein"

In den USA sind am Mittwoch zum ersten Mal an einem Tag mehr als 3000 Menschen am Coronavirus gestorben. Der künftige US-Präsident Joe Biden spricht von einem "tragischen Meilenstein" und zieht beachtliche historische Vergleiche.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Empfehlungen
Joe Biden, gewählter Präsident der USA, spricht am Freitag bei einer Veranstaltung in Wilmington.
Joe Biden, gewählter Präsident der USA, spricht am Freitag bei einer Veranstaltung in Wilmington. © Susan Walsh/AP/dpa
Washington

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat angesichts des Höchststands von Coronavirus-Toten in den USA innerhalb von 24 Stunden von einem "tragischen Meilenstein" gesprochen.

"Mehr als 3000 Tote an einem einzigen Tag, die höchste einzelne Todeszahl während dieser Pandemie", sagte Biden am Freitag in Wilmington im Bundesstaat Delaware. "Das sind mehr Tote an einem einzelnen Tag, als wir an 9/11 oder in Pearl Harbor hatten." Biden bezog sich auf die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington sowie auf den japanischen Angriff auf Pearl Harbor (Hawaii) im Dezember 1941. Biden forderte den US-Kongress erneut auf, das monatelange Tauziehen zu beenden und ein neues Hilfspaket in der Krise zu beschließen.

Erstmals seit der Coronavirus-Pandemie hatte die Zahl der Toten in den USA am Mittwoch an einem einzelnen Tag bei mehr als 3000 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen lag nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den vergangenen Tagen jeweils bei mehr als 200 000. Biden hatte am Dienstag ein 100-Tage-Programm zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in den USA angekündigt, das er nach seiner Amtsübernahme am 20. Januar sofort umsetzen wolle.

Biden stellte am Freitag weitere von ihm nominierte Kabinettsmitglieder und hochrangige Regierungsmitarbeiter vor. Bidens Kandidat für das Amt des Agrarministers ist Tom Vilsack, der das Amt bereits unter Präsident Barack Obama innehatte. Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung soll die derzeitige Kongressabgeordnete Marcia Fudge werden. Das Ministerium für Veteranenangelegenheiten soll Denis McDonough leiten, der unter Obama unter anderem Stabschef des Weißen Hauses war.

Zurückkehren ins Weiße Haus soll auch Susan Rice: Biden möchte die frühere Nationale Sicherheitsberaterin Obamas zur Direktorin des innenpolitischen Rats des Weißen Hauses machen. Bidens Kandidatin für das Amts des US-Handelsbeauftragten ist Katherine Tai. Sollte sie vom Senat bestätigt werden, wäre sie die erste Amerikanerin mit asiatischen Wurzeln auf dem Posten.

© dpa-infocom, dpa:201211-99-662486/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Empfehlungen