Biden bespricht Lage in Kabul mit nationalem Sicherheitsteam

Die aktuelle Entwicklung in Afghanistan sorgt auch in Washington für Sorge. US-Generalstabschef Mark Milley sieht für die Zukunft aber noch weitere Gefahren.
| dpa
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Joe Biden während eines Briefings im State Dining Room des Weißen Hauses.
Joe Biden während eines Briefings im State Dining Room des Weißen Hauses. © Susan Walsh/AP/dpa
Washington

US-Präsident Joe Biden hat sich mit seinem nationalen Sicherheitsteam über die aktuelle Sicherheitslage in Kabul ausgetauscht.

Dabei sei es um die Evakuierung des zivilen Personals, afghanischer Helfer und anderen Verbündeten aus Afghanistan gegangen, hieß es am Sonntagnachmittag (Ortszeit) auf dem Twitter-Account des Weißen Hauses. Auch Vize-Präsidentin Kamala Harris war demnach bei der Videoschalte dabei.

Biden hält sich aktuell in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten im US-Bundesstaat Maryland auf. Weitere Details zu der Videoschalte waren zunächst nicht bekannt. Es war auch unklar, ob sich Biden am Sonntag noch öffentlich zu den aktuellen Ereignissen äußern wird.

Warnung vor Terrorgruppen

Berichten zufolge hat US-Generalstabschef Mark Milley bei einem Telefonat mit Senatoren davor gewarnt, dass sich terroristische Gruppen wie Al Kaida in Afghanistan deutlich schneller wieder formieren könnten als erwartet. Das berichteten der Sender CNN und das Nachrichtenportal Axios am Sonntag übereinstimmend unter Berufung auf Teilnehmer.

Bei dem Telefongespräch zwischen hochrangigen Vertretern der Regierung und Senatoren beider Parteien soll Außenminister Antony Blinken auch erneut die Abzugspläne verteidigt haben. "Wir verfügen über erhebliche Kapazitäten, um einer wieder aufkommenden terroristischen Bedrohung aus Afghanistan zu begegnen, und werden diese auch beibehalten", hatte er am Sonntagmorgen im Interview mit dem Sender NBC gesagt.

Die USA hatten am Wochenende aufgrund des Vormarschs der militant-islamistischen Taliban damit begonnen, ihre Botschaft in Kabul zu evakuieren und das Personal an den Flughafen zu verlegen. Von dort sollte ein Großteil ausgeflogen werden. Der Sender CNN berichtete am Sonntagnachmittag, dass die Räumung der Botschaft abgeschlossen sei. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür aber nicht. Eigentlich war erwartet worden, dass der Vorgang mehrere Tage dauern werde.

© dpa-infocom, dpa:210815-99-853005/4

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