Bayern und Ba-Wü: Freigabe aller Impfstoffe bei Hausärzten

Hausärzte in Baden-Württemberg und Bayern sollen schon ab nächste Woche alle Impfstoffe unabhängig von der Impf-Reihenfolge impfen dürfen.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Fläschchen mit dem Biontech-Impfstoff Comirnaty stehen auf einer Theke in einer Hausarztpraxis.
Fläschchen mit dem Biontech-Impfstoff Comirnaty stehen auf einer Theke in einer Hausarztpraxis. © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa
München

Bayern will nächste Woche die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. Dies werde "im Laufe der nächsten Woche" passieren, sagte Markus Söder am Mittwoch nach einer CSU-Fraktionsklausur im Landtag in München.

Die Ärzte brauchten noch etwas Zeit, sich vorzubereiten. In den Impfzentren soll es laut Söder aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt - Bayern hatte aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen.

Auch Hausarztpraxen in Baden-Württemberg dürfen ab Montag alle bisher verfügbaren Corona-Impfstoffe ohne Rücksicht auf die staatlich vorgegebene Priorisierung verimpfen. Sie können nun vollständig selbst entscheiden, wer die Impfung gegen das Coronavirus zuerst braucht, nicht wie bisher nur in Bezug auf das Vakzin von Astrazeneca, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch mitteilte. Zuerst hatten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" über die Pläne berichtet (Mittwoch).

In den Impfzentren bleibt die Priorisierung den Angaben nach erhalten, damit dort Menschen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit hohem Ansteckungsrisiko auf jeden Fall zuerst geimpft werden. Ab Montag zusätzlich dort impfberechtigt sind Menschen aus der Prioritätsgruppe drei, die im Arbeitsalltag einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, darunter Verkäuferinnen, Busfahrer und andere Berufsgruppen.

Zugleich kündigte Söder die nächsten Öffnungsschritte für Bayern an: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen ab dem 21. Mai Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots. Ebenso sollen demnach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden, mit bis zu 250 Personen, mit fester Bestuhlung, mit Tests und Hygienekonzepten. Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für weitere Innenbereiche geben, etwa die Innengastronomie, sagte Söder.

"Wir haben es in der Summe echt gut gemacht, trotz der ein oder anderen Beschwer", sagte Söder nach Teilnehmerangaben in seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten. Man habe sich nicht geirrt in der Strategie der Vorsicht und Umsicht, betonte der CSU-Vorsitzende.

© dpa-infocom, dpa:210512-99-573384/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen