166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt

Über eine halbe Million Anträge auf Überbrückungshilfe haben Studierende in den vergangenen zwölf Monaten eingereicht. Voraussetzung für die Auszahlung: eine pandemiebedingte Notlage.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
370.000 Mal wurde Überbrückungshilfe für Studierende gewährt. Im Durchschnitt bekamen die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat. (Symbolbild).
370.000 Mal wurde Überbrückungshilfe für Studierende gewährt. Im Durchschnitt bekamen die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat. (Symbolbild). © Federico Gambarini/dpa
Berlin

In den vergangenen zwölf Monaten sind rund 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt worden. Die Summe nannte das Deutsche Studentenwerk (DSW) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Im Durchschnitt hätten die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat bekommen. Die sogenannte Überbrückungshilfe kann seit einem Jahr (16. Juni 2020) online beantragt werden.

Insgesamt seien bei den 57 Studenten- und Studierendenwerken, die sich um die Bearbeitung kümmern, 548.000 Anträge eingegangen. 370.000 Mal sei Überbrückungshilfe gewährt worden. Da die Leistung für jeden Monat neu beantragt werden muss, lässt sich aus den Zahlen aber nicht schließen, wie viele Studentinnen und Studenten sie in Anspruch genommen haben.

Die Unterstützung ist für Betroffene gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen werden kann, dass eine pandemiebedingte Notlage besteht. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde sagte der dpa: "Die Überbrückungshilfe kommt an, sie funktioniert, sie hilft, leider jedoch nicht allen." Es gebe eine Gruppe von Studierenden in dauerhaft prekärer Lage. "Bei mehr als der Hälfte der abgelehnten Überbrückungshilfe-Anträge befinden sich die Studierenden zwar in einer finanziellen Notlage, diese war aber schon vor der Pandemie gegeben und nicht Folge der Pandemie." Daher greife die auf die pandemiebedingte Notlage angelegte Überbrückungshilfe für sie nicht.

Meyer auf der Heye bekräftigte die Forderung des DSW nach einer strukturellen Reform und Öffnung des Bafög, so dass wieder mehr Studenten damit erreicht werden. Zudem müsse im Bafög für nationale Krisensituationen ein Notfallmechanismus geschaffen werden.

© dpa-infocom, dpa:210615-99-996394/4

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen