Zwei Tote bei Attacke in psychiatrischer Klinik in Lüneburg

Ein junger Mann begibt sich freiwillig zur stationären Behandlung in eine psychiatrische Einrichtung. Die Klinik sieht keine Hinweise auf eine Fremdgefährdung, doch dann eskaliert die Situation.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Nach dem gewaltsamen Tod eines Patienten in einer psychiatrischen Klinik in Lüneburg gibt es ein weiteres Todesopfer.
Nach dem gewaltsamen Tod eines Patienten in einer psychiatrischen Klinik in Lüneburg gibt es ein weiteres Todesopfer. © Philipp Schulze/dpa
Lüneburg

In einer psychiatrischen Klinik in Lüneburg sind bei einer Attacke zwei Patienten gestorben und zwei Krankenpflegerinnen sowie ein Polizist verletzt worden.

Dringend tatverdächtig ist ein 21-Jähriger, der überwältigt wurde und in Gewahrsam kam, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Einsatzkräfte setzten dabei Pfefferspray ein und legten dem Mann Handfesseln an.

Nach ersten Erkenntnissen soll der Verdächtige einen 54 Jahre alten Patienten von derselben Station durch Gewalteinwirkung auf den Hals getötet haben. Ein 56 Jahre alter Patient wurde vermutlich ebenfalls durch den Verdächtigen so schwer verletzt, dass Lebensgefahr bestand. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht, wo er am Vormittag aber seinen Verletzungen erlag.

Bei dem Angriff wurde auch eine 61-jährige Krankenpflegerin schwer verletzt, eine 42 Jahre alte Kollegin und ein Beamter erlitten leichte Verletzungen. Was der Auslöser für die Gewaltattacke auf der Station war, blieb zunächst unklar.

Nach Angaben einer Kliniksprecherin war der junge Mann am Donnerstag freiwillig zur stationären Behandlung in die Einrichtung gekommen. Er sei zunächst auf einer geschlossen geführten Station aufgenommen worden, wobei es keine Hinweise auf eine Fremd- oder Eigengefährdung gegeben habe. Details zur Tat und einer möglichen Tatwaffe gab es zunächst nicht.

© dpa-infocom, dpa:210219-99-510942/3

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen