Waffenverbot in Düsseldorfer Altstadt? - Wieder eine Bluttat

Die Düsseldorfer Altstadt ist eine beliebte Partymeile. Nach wiederholten Gewalttaten wird jetzt über ein Waffenverbot für die "längste Theke der Welt" diskutiert.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
In der Düsseldorfer Altstadt kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Jetzt wird über ein Waffenverbot diskutiert.
In der Düsseldorfer Altstadt kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Jetzt wird über ein Waffenverbot diskutiert. © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild
Düsseldorf

Nach der zweiten Bluttat innerhalb weniger Tage mehren sich die Stimmen für ein Waffenverbot in der Düsseldorfer Altstadt. Er befürworte ein solches Verbot, teilte Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler am Montag mit.

Messer und andere Waffen hätten in der Altstadt nichts zu suchen. "Es gibt aus meiner Sicht keine begründbare Situation, in der ich als friedlich feiernder Altstadtbesucher ein Messer benötige", so der Polizeipräsident.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte ein solches Verbot am Wochenende ins Gespräch gebracht. Die Altstadt solle zur Waffenverbotszone erklärt werden, forderte er.

Eine Regelung müsste das Land erlassen und von der Polizei durchgesetzt werden. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich nicht abgeneigt: "Wer feiern will, braucht dazu kein Messer", sagte er der "Rheinischen Post".

Am vergangenen Samstag war ein Jugendlicher aus dem Ruhrgebiet in der Altstadt niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Jugendliche überlebte wohl nur, weil zufällig zwei Ärztinnen vorbeikamen und ihn sofort fachgerecht erstversorgten.

Der Tatort in der Altstadt ist videoüberwacht, die Auswertung läuft. Erst vor einer Woche war es in der Altstadt, die wegen ihrer großen Kneipenzahl den Beinamen "längste Theke der Welt" trägt, zu einem tödlichen Streit gekommen, bei dem ein 19-Jähriger starb.

Die Polizei hatte erst vor wenigen Wochen die Videoüberwachung in der Altstadt ausgeweitet. Die Stadt hatte die Beleuchtung am nahe gelegenen Rheinufer verstärkt, weil es auch dort vermehrt zu Straftaten und Tumulten gekommen war.

© dpa-infocom, dpa:211025-99-731057/3

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen