Verteidiger von O. J. Simpson: US-Anwalt F. Lee Bailey tot

Er war für seine scharfen Kreuzverhöre bekannt und verteidigte zahlreiche US-Promis: Jetzt ist Anwalt F. Lee Bailey mit 87 Jahren gestorben. Der Top-Jurist verbrachte einst selbst Zeit im Gefängnis.
| dpa
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Zu den prominentesten Mandanten von US-Staranwalt F. Lee Bailey gehörte O. J. Simpson: Im Mordprozess gegen den Ex-Footballer erreichte Bailey 1995 ein "Nicht schuldig".
Zu den prominentesten Mandanten von US-Staranwalt F. Lee Bailey gehörte O. J. Simpson: Im Mordprozess gegen den Ex-Footballer erreichte Bailey 1995 ein "Nicht schuldig". © Chun/AFP/epa/dpa
Los Angeles/Atlanta

US-Staranwalt F. Lee Bailey, der einst im Mordprozess gegen O.J. Simpson zu dessen Verteidiger-Team gehörte, ist tot.

Der Top-Jurist starb nach Angaben seines ältesten Sohnes Bendrix Lee Bailey in einer Pflegeeinrichtung im US-Staat Georgia, wie die "New York Times" und das Promiportal "TMZ.com" berichteten. Bailey wurde 87 Jahre alt.

Der für scharfe Kreuzverhöre bekannte Starverteidiger hatte 1995 mit Kollegen wie Robert Shapiro den spektakulären Freispruch im Doppelmord-Prozess gegen den früheren amerikanischen Footballstar Simpson erwirkt. Der Sportlegende war vorgeworfen worden, seine

Ex-Frau Nicole und deren Freund erstochen zu haben.

O.J. Simpson: "Großartiger Mann"

Simpson (73) postete ein Video auf Twitter, in dem er Bailey als "großartigen Mann" und als einen der klügsten und besten Anwälte überhaupt würdigte.   

Bailey hatte zahlreiche Prominente vertreten, darunter auch die wegen bewaffneten Raubes angeklagte Verlegerstochter Patricia Hearst. Im Fall des wegen Mordes an seiner Ehefrau verurteilten Arztes Sam Sheppard, dessen Figur die Vorlage für die Erfolgs-Fernsehserie "Auf der Flucht" war, konnte Bailey in einem zweiten Verfahren 1966 einen Freispruch erwirken.

1996 verbrachte Bailey wegen Missachtung des Gerichts selbst sechs Wochen in einem Bundesgefängnis. Der Jurist hatte sich geweigert, dem Staat Millionen Dollar aus dem Vermögen eines französischen Drogenhändlers auszuhändigen. Bailey behauptete, dass sein früherer Klient ihm das Vermögen als Lohn für juristische Dienste gegeben habe.

© dpa-infocom, dpa:210604-99-858020/3

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