Fünf verletzte Polizisten nach Verfolgungsfahrt in Berlin

Ein Mann versucht in Berlin, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen. Am Ende sind mehrere Polizisten und der Fahrer verletzt.
| dpa
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Zwei nach einem Zusammenstoß zerstörte Fahrzeuge in Neukölln. Bei einer Verfolgungsfahrt sind fünf Polizisten verletzt worden.
Zwei nach einem Zusammenstoß zerstörte Fahrzeuge in Neukölln. Bei einer Verfolgungsfahrt sind fünf Polizisten verletzt worden. © Paul Zinken/dpa
Berlin

Stoppen konnte ihn erst eine Polizeisperre: Ein 20-Jähriger ohne Führerschein hat sich in Berlin eine Verfolgungsfahrt mit Polizisten geliefert.

Die Bilanz am Dienstagabend in Neukölln: Sechs Verletzte - fünf Polizisten und der Fahrer - sowie mehrere beschädigte Autos. Der 20-Jährige war laut Polizei in einem Mietwagen unterwegs. Darin wurde eine Machete gefunden, der junge Mann hatte ein Messer und eine kleine Menge Betäubungsmittel bei sich.

Die Ermittlungen der Polizei richten sich indes nicht nur gegen den Fahrer: So ermitteln die Beamten auch wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt. Während der Festnahme des Fahrers soll es zu unrechtmäßiger Anwendung von körperlicher Gewalt gekommen sein, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Demnach hatte eine Einsatzkraft einen anderen Polizisten angezeigt. Was genau passiert sein soll, sei Gegenstand der Ermittlungen.

Nach Angaben der Beamten war einer Streife die unsichere Fahrweise eines Autofahrers in einer der großen Hauptverkehrsstraßen in dem Bezirk aufgefallen. Als die Polizisten ihn per Haltesignal zum Anhalten aufforderten, beschleunigte er den Angaben zufolge seinen Wagen. Die Verfolgungsjagd zog sich über mehrere Straßen. An einer Kreuzung am Tempelhofer Feld stand ein Wagen einer Zivilstreife mit eingeschaltetem Blaulicht, um den Flüchtenden an der Weiterfahrt zu hindern. Das Fluchtauto krachte in den Polizeiwagen, der nachfolgende Einsatzwagen fuhr auf das Fluchtauto.

Der Fahrer und ein Begleiter stiegen aus dem Wagen und versuchten, zu Fuß zu fliehen. Der 20-Jährige wurde festgenommen, der bislang unbekannt gebliebene Beifahrer entkam. Die sechs Leichtverletzten kamen zur ambulanten Behandlung in eine Klinik.

Da der Verdacht des Fahrens unter Einfluss von berauschenden Mitteln im Raum steht, wurde dem 20-Jährigen Blut abgenommen, hieß es. Die Polizei ermittelt zudem wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Waffengesetz.

© dpa-infocom, dpa:210106-99-914436/3

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