Unbesetzte Stellen: Personalmangel in Zeiten von Corona

In Deutschland herrscht ein massiver Mangel an Fachkräften – das ist keine überraschende Nachricht. Die Corona-Pandemie hat das in vielen Bereichen gnadenlos aufgedeckt. Eklatant ist der Mangel vor allem in Pflegeberufen, doch auch andere Branchen suchen händeringend nach neuem Personal.
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Zu Beginn des Jahres 2020 fehlten in ganz Bayern mehr als 300.000 Fachkräfte.
Zu Beginn des Jahres 2020 fehlten in ganz Bayern mehr als 300.000 Fachkräfte. © unsplash

In Bayern und seiner Landeshauptstadt München sieht es nicht anders als auf Bundesebene aus. Die Corona-Pandemie macht es für Arbeitgeber nicht einfacher, neues Personal zu finden und offene Stellen zu besetzen. Bei der Suche gehen viele Unternehmen einen falschen Weg. Wie gestaltet sich die optimale Mitarbeitersuche während der Pandemie?

Mangel in allen Branchen

Zu Beginn des Jahres 2020 fehlten in ganz Bayern mehr als 300.000 Fachkräfte. Das sind mehr Stellen als die Puppenspielerstadt Augsburg Einwohner hat. Augsburg ist immerhin die drittgrößte Stadt in Bayern nach Nürnberg und München. Zwar hat sich der Bedarf während der Pandemie verändert, die Zahl der unbesetzten Stellen ist jedoch nur in einigen Branchen minimal gesunken.
Schwer bis fast unmöglich gestaltet sich die Besetzung offener Stellen vor allem in der Pflege. In Krankenhäusern, ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen sind Stellen über Monate offen. Bei technischen Berufen sieht es nicht besser aus. Lediglich in der Gastronomie ist der Bedarf aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen im Land deutlich gesunken.

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Einstellung fängt bei der Anzeige an

Viele Unternehmen legen den Fokus bei der Akquise neuer Mitarbeiter auf das Vorstellungsgespräch. Studien haben belegt, dass die erfolgreiche Suche nach neuen Kolleginnen und Kollegen bereits bei der Stellenanzeige beginnt. Mit einer individuell gestalteten Anzeige im Corporate Design haben Unternehmen einen größeren Erfolg. Zudem ist die Reichweite im Internet deutlich höher als bei anderen Medien.
Wie wichtig das Vorstellungsgespräch bei interessierten Bewerbern ist, zeigen die Erwartungen von Personaler und Bewerber. Etwa zwei Drittel aller Personaler entscheidet allein aufgrund des persönlichen Gespräches über Einstellung oder Ablehnung. Und auch bei den Bewerbern ist das Bauchgefühl nach dem Vorstellungsgespräch entscheidend. Passen die Inhalte des Gespräches mit den eigenen Erwartungen und den Inhalten der Stellenanzeige nicht hundertprozentig zusammen, erfolgt in vielen Fällen eine Absage durch den Bewerber.

Eingliederung in Corona-Zeiten

In manchen Branchen herrscht aktuell gähnende Leere auf den Fluren. Wer nicht auf der Arbeit sein muss, erledigt seine Tätigkeit von daheim. Home-Office ist ein Mittel gegen die Pandemie, die neue Home-Office-Pauschale entlastet Mitarbeiter finanziell. Das macht die Einarbeitung neuer Mitarbeiter nicht einfacher.
Personaler sollten darauf reagieren und die neuen Angestellten zunächst mit allen wichtigen Arbeitsmaterialien versorgen. Schon am ersten Arbeitstag sind ein funktionsfähiger und leistungsstarker Laptop für die Arbeit sowie weitere Materialien bereitzustellen. Die Einarbeitung gelingt leichter, wenn parallel auch wichtige Informationen in einem Mitarbeiterhandbuch – analog oder digital – unterstützen beim Onboarding.

Kennenlernen erleichtern

Der direkte Kontakt zu neuen Kollegen vereinfacht die Einarbeitung. Der in der Stellenanzeige genannte Vorgesetzte sollte bekannt sein. Alternativ ist ein Mentor zu benennen, der den neuen Mitarbeiter begleitet und bei Fragen zur Verfügung steht. Ist das persönlich nicht möglich, hilft ein Face-to-Face-Gespräch über das Internet. Videokonferenzen sind ein probates Mittel, die Einarbeitung aktiv zu gestalten.
Die virtuellen Konferenzen ermöglichen es ferner auch, die neuen Kollegen kennenzulernen. So bleibt das soziale Miteinander, was beim Home-Office auf der Strecke bleibt, zumindest in Teilen erhalten. 


Die Recherche und Erstellung des Textes wurden durch eine externe Redaktion vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.

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