Südfrankreich: Tausende von Waldbränden betroffen

Nach vielen östlichen Mittelmeerländern wüten nun auch im Süden Frankreichs Waldbrände. Viele Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
| dpa
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Rauch steigt über einem Wald nahe Gonfaron auf.
Rauch steigt über einem Wald nahe Gonfaron auf. © Nicolas Tucat/AFP/dpa
Toulon

Tausende Anwohner und Touristen haben sich vor großflächigen Waldbränden in Südfrankreich in Sicherheit gebracht. Zwar erleichterte der nachlassende Wind die Arbeit der Feuerwehr; die Brände seien aber noch nicht unter Kontrolle, teilte die Präfektur in Toulon am Dienstagnachmittag mit.

Die Mittagshitze habe zum Wiederaufflammen mancher Brände geführt, noch könne niemand in seine Unterkunft zurückkehren. Bis zu 900 Feuerwehrleute und 120 Polizisten sowie etliche Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Zwölf Campingplätze in der Region wurden vorsorglich evakuiert und zahlreiche Straßen im Hinterland vom Golf von Saint-Tropez gesperrt.

Sechs Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt, berichtete der Sender BFMTV unter Verweis auf Behördenangaben, rund 20 Menschen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Nach Angaben der Präfektur verbrannten bereits rund 5000 Hektar Gelände. Präsident Emmanuel Macron und Innenminister Gérald Darmanin wollen am Dienstag die betroffene Region besuchen. Vorangegangen waren den Bränden eine Hitzewelle und große Trockenheit. Die Feuer wurden von kräftigem Wind angefacht. Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, breitete sich der Brand in der Region seit seinem Ausbruch über eine Entfernung von 22 Kilometern aus.

Ein weiterer Brand brach in der Nähe des Weinorts Beaumes de Venise in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur aus, wie die örtliche Präfektur mitteilte. 320 Feuerwehrleute sowie ein Flugzeug und ein Hubschrauber kamen bei den Löscharbeiten zum Einsatz. 130 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, darunter 13 Touristen aus Belgien und einer aus Deutschland. Menschen kamen demnach nicht zu Schaden, ein Übergreifen der Flammen auf die Bebauung konnte verhindert werden.

© dpa-infocom, dpa:210817-99-869324/3

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