Sechsjährige in Saale geworfen: Mutmaßlicher Täter in U-Haft

Am Nikolaus-Morgen soll er eine Sechsjährige entführt und in die Saale geworfen haben - nun sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Sein markantes Aussehen half den Ermittlern auf die Spur.
| dpa
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Stadtwappen von Halle weht vor dem Ratshof am Marktplatz. Am Freitagmittag hatte die Polizei einen Verdächtigen an seinem Arbeitsplatz festgenommen. (Symbolbild).
Stadtwappen von Halle weht vor dem Ratshof am Marktplatz. Am Freitagmittag hatte die Polizei einen Verdächtigen an seinem Arbeitsplatz festgenommen. (Symbolbild). © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB
Halle

Der Mann, der am vorigen Sonntag in Halle ein sechsjähriges Mädchen entführt und in die Saale geworfen haben soll, sitzt seit Samstagmittag in Untersuchungshaft. Ein Richter sei zuvor dem Haftantrag der Staatsanwaltschaft gefolgt, sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann der Deutschen Presse-Agentur.

Der 24-Jährige aus Halle sei daraufhin in ein Gefängnis gebracht worden. Am Freitagmittag hatte die Polizei den Verdächtigen an seinem Arbeitsplatz gestellt. Nach der Fahndung mit einem Phantombild seien zahlreiche Hinweise eingegangen, berichtete Wiechmann. "Mehrere Personen haben den Beschuldigten auf dem Bild erkannt." Die markante Frisur des Mannes habe die Wiedererkennung vereinfacht. Auch auf Aufzeichnungen von Überwachungskameras sei der Mann durch die teils abgeschorenen, teils gefärbten Haare gut zu erkennen gewesen.

Darüber hinaus belasteten weitere Spuren den Verhafteten. Eine neunköpfige Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Elsa" hatte sich zuvor intensiv mit dem Fall beschäftigt.

Den Ermittlungen zufolge war die Sechsjährige am Morgen gegen 7.30 Uhr noch in der Familienwohnung gesehen worden. Als ihr Verschwinden auffiel, wurde das sie als vermisst gemeldet. Der Verdächtige soll die Kleine überwiegend auf dem Arm durch Halles Innenstadt getragen haben. Das Mädchen war bei den kühlen Temperaturen nur mit einem Schlafanzug bekleidet. Es wohnt gemeinsam mit den Eltern den Angaben nach einige hundert Meter von der Saale entfernt.

Zwei Jogger hatten das Kind am vergangenen Sonntag gegen 8.30 Uhr in dem Fluss entdeckt und aus dem kalten Wasser geholt. Zuvor waren Hilferufe zu hören gewesen. Über den Gesundheitszustand des Mädchens hatte die Polizei am Samstag zunächst keine Kenntnis. Nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung" wurde das Mädchen nach der Rettung in ein Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand demnach nicht.

Dem Blatt zufolge war der Verdächtige in die Wohnung der Familie eingedrungen und hatte das Mädchen entführt und dabei verletzt. Demnach soll es sich bei dem Beschuldigten um einen Vorbestraften handeln. Mit Pädophilie oder Gewalt gegen Kinder hätten die damaligen Vorwürfe aber nichts zu tun, schreibt die Zeitung.

© dpa-infocom, dpa:201212-99-668257/2

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