Omikron spielt in Deutschland eine immer größere Rolle

So richtig lässt sich das Corona-Infektionsgeschehen zwischen den Jahren nicht deuten. Zur Bedeutung von Omikron gibt es aber neue Daten.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Eine Assistenzärztin betreut auf der Intensivstation des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe einen Covid-19-Patienten.
Eine Assistenzärztin betreut auf der Intensivstation des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe einen Covid-19-Patienten. © Christoph Soeder/dpa
Berlin

Der Anteil der Omikron-Variante an den in Deutschland nachgewiesenen Corona-Infektionen nimmt rasant zu.

So gingen in der Kalenderwoche 51 (bis 26.12.) laut Meldedaten aus den Bundesländern 17,5 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise auf Omikron zurück, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag in seinem Wochenbericht schrieb.

Eine Woche zuvor wurde der Wert noch mit 3,1 Prozent angegeben. Bei der Zählung werden sowohl Nachweise mittels Erbgut-Analyse (Gesamtgenomsequenzierung) als auch Verdachtsfälle aufgrund sogenannter variantenspezifischer PCR-Tests einbezogen.

Verkürzter Bericht

Der Wochenbericht erschien diesmal in verkürzter Form, weil laut RKI zwischen den Jahren "die Darstellung der epidemiologischen Lage in diesem Zeitraum weniger vollständig ist". So gab es unter anderem keine Angaben zu Impfdurchbrüchen.

Laut den aktuellen Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz schwankt der Omikron-Anteil in den Bundesländern stark. So kommt Bremen laut RKI auf rund 65 Prozent, Sachsen auf nur rund 1 Prozent. Als Gründe nennt das RKI: "Die Schwankungen ergeben sich aus den zum Teil noch niedrigen Omikron-Fallzahlen, der unterschiedlichen Häufigkeit von Testungen auf das Vorhandensein von besorgniserregenden Varianten in den einzelnen Bundesländern sowie Verzögerungen in der labordiagnostischen Erfassung und Übermittlung."

Aussagekräftiger wenn auch weniger aktuell als die Meldedaten sind die sogenannten Stichproben-Daten. Hier fließen ausschließlich Gesamtgenomsequenzen ein. Der Omikron-Anteil in Kalenderwoche 50 (bis 19.12.) lag demnach laut RKI bei 7,4 Prozent im Vergleich zu 2,5 Prozent in der Vorwoche.

Furcht vor überlasteten Krankenhäusern bleibt

Das RKI schätzt die Gefährdung durch Corona für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland weiterhin als sehr hoch ein. Grund dafür sei die Omikron-Variante, die sich "nach derzeitigem Kenntnisstand (aus anderen Ländern) deutlich schneller und effektiver verbreitet als die bisherigen Virusvarianten". Dadurch sei mit einer "schlagartigen Erhöhung der Infektionsfälle zu rechnen und es kann zu einer schnellen Überlastung des Gesundheitssystems und gegebenenfalls weiterer Versorgungsbereiche kommen".

Die Gefahr einer Infektion wird bei Ungeimpften als "sehr hoch", bei Genesenen und Menschen mit vollständiger Grundimmunisierung als "hoch" und bei Geboosterten als "moderat" eingestuft.

Die absolute Zahl der nachgewiesenen oder vermuteten Omikron-Fälle steigt derzeit von Tag zu Tag drastisch. So wurden laut RKI bislang 16.748 Infektionen Omikron zugeordnet. Das sind 28 Prozent mehr als noch am Vortag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen gab das RKI am Donnerstag mit 207,4 an. Das ist zwar etwas mehr als am Vortag (205,5), aber deutlich weniger als vor einer Woche (280,3). Allerdings gebe es mit "hoher Wahrscheinlichkeit eine saisonbedingte Untererfassung", da zwischen Weihnachten und Neujahr eingeschränkt getestet und gemeldet werde.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen