Mehr als 2800 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Inzwischen besteht kein Zweifel mehr: Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zieht an. Auch die Zahl der Menschen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, steigt. Fallhäufungen gehen unter anderem auf Feiern im Familien- und Freundeskreis zurück.
| dpa
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Eijn Arzt führt bei einem Mann in Wesselburen einen Corona-Test durch.
Eijn Arzt führt bei einem Mann in Wesselburen einen Corona-Test durch. © Markus Scholz/dpa
Berlin

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat wieder einen Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab.

Das sind über 150 mehr als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 306 086 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 7.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9562. Das sind 16 mehr als am Vortag. Rund 267.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Rate der positiven Tests stieg stark an und lag in der 40. Kalenderwochen (28.9.- 2.10.) bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent. Die Anzahl der Tests sank dagegen leicht auf rund 1.096.000 in der 40. Woche. Zuvor waren es rund 1.168.000 gewesen.

Ein Anstieg zeichnet sich weiterhin bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit (7.10.2020, 12:15 Uhr) 470 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 233 davon werden beatmet. Vor einer Woche (30.9.) hatte der Wert noch bei 355 (195 beatmet) gelegen, in der Woche davor (23.9.) bei 293 (159 beatmet). Rund 8500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwoch bei 1,10 (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,11 (Vortag: ebenfalls 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-853337/5

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