Maradonas Leibarzt drohen bis zu 25 Jahre Haft

Diego Maradona starb im vergangenen Jahr im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt. Sein Ärzte und Pfleger stehen nun vor Gericht - tragen sie Schuld am Tod des Fußball-Superstars?
| dpa
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Leopoldo Luque, ehemaliger Leibarzt von Diego Maradona, bei einem Statement im vergangenen Jahr.
Leopoldo Luque, ehemaliger Leibarzt von Diego Maradona, bei einem Statement im vergangenen Jahr. © Natacha Pisarenko/AP/dpa
Buenos Aires

Knapp ein halbes Jahr nach dem Tod von Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen vorsätzlichen Mordes gegen das Ärzte- und Pflegeteam der argentinischen Fußball-Legende erhoben.

Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque, seiner Psychiaterin Agustina Cosachov und mehreren Pflegekräften drohen im Falle einer Verurteilung zwischen acht und 25 Jahren Haft, wie die Zeitung "La Nación" und der Fernsehsender TN am Donnerstag unter Berufung auf Justizkreise berichtete. Die sieben Angeklagten dürfen demnach das Land nicht verlassen und sollen von Ende Mai bis Mitte Juni ihre Aussagen machen.

Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren in einer privaten Wohnanlage nördlich von Buenos Aires an einem Herzinfarkt gestorben. Zwei Wochen zuvor war er aus dem Krankenhaus entlassen worden, wo er sich einer Gehirnoperation unterzogen hatte. Eine medizinische Expertenkommission hatte den Ärzten und Pflegern zuletzt schwere Fehler vorgeworfen.

"Obwohl die medizinischen Fachleute um den schlechten Gesundheitszustand des Patienten wussten, nahmen sie Handlungen vor, die gegen die gängige Praxis verstießen, und unterließen notwendige Aktionen. Das verschlimmerte den Zustand von Maradona und brachte ihn in eine Situation der Hilflosigkeit", zitierte der Sender TN aus einem Dokument der Staatsanwaltschaft.

© dpa-infocom, dpa:210520-99-680425/2

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