Lawine in Italien verschüttet Hotel: Menschen eingeschlossen, viele Tote

In einem Hotel in den Abbruzzen vermuten die Rettungskräfte viele Tote. Das Hotel wurde nach den Erdbeben von einer Lawine getroffen und verschüttet.
von  L.Schauer
Die Lawine ist bis in die Gänge vorangekommen.
Die Lawine ist bis in die Gänge vorangekommen. © Italian Finance Police/AP/dpa

In einem Hotel in den Abbruzzen vermuten die Rettungskräfte viele Tote. Das Hotel wurde nach den Erdbeben von einer Lawine getroffen und verschüttet. 

Rom - In der Erdbebenregion in Mittelitalien werden in einem Hotel viel Tote befürchtet. Das Hotel in Farindola in der Region Pescara wurde nach neuen Erdstößen in der Nacht von einer Lawine getroffen. 30 Menschen werden vermisst.

Ein leitender Rettungsdienstmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur Ansa, es gebe viele Tote. Mindestens 20 Gäste und sieben Mitarbeiter sollen sich in dem Hotel am Gran-Sasso Berg aufgehalten haben, als die Region von den Beben und der Lawine getroffen wurde.

Die Retter beschreiben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge "apokalyptische Szenen", die Lawine sei immens. Die Vermissten mussten 24 Stunden in der Kälte ausharren, ohne Strom und Heizung. Bisher konnten die Retter zwei Menschen vor dem Hotel retten, ein Opfer wurde ebenfalls geborgen.

Erst am Mittwoch bebte in Italien die Erde

Die beiden Überlebenden berichteten, dass sich im Hotel "viele, viele Tote" befinden.

Extreme Bedingungen für Rettungskräfte

In den Abruzzen bebte auch in der Nacht die Erde, mindestens 80 (!) kleinere Nachbeben wurden gemessen. Rettungskräfte waren die ganze Nacht über auf dem Weg in die Orte, um nach Schäden und Opfern zu sehen. Meterhoher Schnee und Eis erschweren die Rettungsarbeiten allerdings erheblich.

Unterdessen wurde in der Gemeinde Castel Castagna die Leiche eines Hausbewohners aus den Trümmern geborgen.

Hier befindet sich das Hotel: