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Keine Amok-Lage: Zwei Tote nach Schüssen in Espelkamp

Zwei Tote nach Schüssen in Espelkamp in Nordrhein-Westfalen: Ein Opfer wurde in einem Haus getötet, das andere davor. Ein Großaufgebot der Polizei sucht nach dem Täter.
von  AZ/dpa
In Espelkamp sind nach Angaben der Bielefelder Polizei zwei Menschen erschossen worden.
In Espelkamp sind nach Angaben der Bielefelder Polizei zwei Menschen erschossen worden. © Lino Mirgeler/dpa

Espelkamp - In Espelkamp in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Polizei zwei Menschen erschossen worden.

Schüsse in Espelkamp: Keine Amok-Lage

Der Täter befand sich am Donnerstagnachmittag noch auf der Flucht. Während die Ermittler in den ersten Minuten nach der Tat eine Amoklage befürchteten, gingen sie wenig später von einem Tötungsdelikt aus. Ob und wie Täter und Opfer - ein Mann und eine Frau - sich kannten, blieb zunächst ungewiss.

Ein Polizeisprecher sagte am Tatort, dass am Vormittag bei der Polizei ein Notruf eingegangen sei, dass in der Innenstadt von Espelkamp mehrere Schüsse gefallen seien. "Die Beamten haben hier im Bereich eines Wohnhauses eine Person mit Schussverletzungen aufgefunden, und unweit dieser Straße in einer Seitengasse eine weitere Person", so der Sprecher.

Schüsse in Espelkamp: Mordkommission ermittelt

Zahlreiche Rettungskräfte seien alarmiert worden: "Rettungsdienst, Notarzt, ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Letztendlich aber vergeblich: Wir müssen jetzt festhalten, dass wir es mit zwei Toten zu tun haben."

Eine Mordkommission der Bielefelder Polizei habe die Ermittlungen übernommen. Zum Täter machte der Sprecher zunächst keine Angaben. Mit Blick auf Sorgen von Anwohnern sagte er: "Die Polizei hatte die Einsatzsituation vollständig im Griff. Es sind zahlreiche Beamte im Einsatz."

Espelkamp, eine 25.000-Einwohner-Stadt, befindet sich im Kreis Minden-Lübbecke, im Nordosten von NRW. Nach Informationen des "Westfalen-Blatt" wurden Polizeikräfte aus der ganzen Region zusammengezogen, um den Tatverdächtigen zu suchen. Auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) befand sich am Donnerstagnachmittag im Einsatz.