"Kampf der Giganten" um das Weihnachtswetter

Die Meteorologen sprechen von einem Viererdruckfeld. Zwei Hochdruckgebiete und zwei Tiefdruckgebiete stehen sich gegenüber.
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In den kommenden Tagen bleibt es auf dem Brocken winterlich kühl mit einigen Schneeschauern.
In den kommenden Tagen bleibt es auf dem Brocken winterlich kühl mit einigen Schneeschauern. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
Offenbach

Wo wird es weihnachtlich kalt und wo fällt Schnee? Darum wird am Himmel bis zuletzt gerungen. "Es ist vergleichbar mit einem Kampf der Giganten", erklärte Meteorologe Martin Jonas von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach.

Zwei Hochdruckgebiete und zwei Tiefdruckgebiete ringen um die Vorherrschaft. "Eine solche Konstellation bezeichnet man als Viererdruckfeld", erklärte der Meteorologe: Vier Druckzentren stehen sich an den Ecken eines gedachten Quadrats gegenüber, wobei sich die beiden Tiefs und Hochs jeweils diagonal gegenüberstehen. Das eine Team versucht Polarluft zu uns zu befördern, das andere will das verhindern.

"In einem solchen Viererdruckfeld stehen sich die Rivalen recht unversöhnlich gegenüber", sagte Jonas. "Beim Ringen der Luftmassen kann sich mal die kalte, mal die warme Luft etwas vorwärtsbewegen."

Und das hat dann Einfluss darauf, ob es regnet oder schneit. "Wenn die kalte Luft nach Süden vorankommt, dann geht der Regen an der Luftmassengrenze in Schnee über. Wenn sich die warme Luft nach Norden schiebt, dann geht der Schnee in Regen über", erklärte der Meteorologe. Das Gefährliche sei, dass es dabei auch leicht zu gefrierendem Regen mit entsprechender Glätte kommen könne.

Am Heiligabend sieht es so aus, als ob "die Kaltluft den Vorwärtsgang einlegt", wie Jonas sagte. Damit dürfte der Regen vor allem in einem Streifen von Sachsen bis nach Westfalen in Schnee übergehen. Am Samstag könnte wieder eine Verlagerung nach Nordosten dominieren. Glättegefahr besteht dann vom Nordwesten bis nach Oberfranken.

Am Freitag schneit es also in der Nordhälfte, im Süden kommt Niederschlag als Regen vom Himmel. Vom Rheinland bis nach Oberfranken und zum Erzgebirge erwartet der DWD nur wenig Niederschlag. Die Temperatur-Höchstwerte liegen im Nordosten zwischen 1 und 4 Grad, sonst 4 bis 10 Grad.

Am Samstag und Sonntag erwartet der DWD eine Wetterzweiteilung: über der Südhälfte und dem Westen dichte Wolken und oft regnerisch, von Sachsen bis nach Westfalen teils kräftige Schneefälle und stellenweise gefrierender Regen. Die Höchstwerte liegen hier bei zwei bis zehn Grad. Im Norden wird es sonnig und trocken bei minus fünf bis null Grad.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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