Israelin mit zwei Gebärmüttern bekommt Zwillinge

In einer Klinik in Tel Aviv hat eine Frau ein Zwillingspärchen auf die Welt gebracht. Das Besondere: Die Embryos sind in zwei getrennten Gebärmüttern gewachsen.
| dpa
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Elle Ladovitch zeigt ihre Zwillinge. Daneben stehen Professor Liran Hiersch (l) und Kindsvater David Ladovitch.
Elle Ladovitch zeigt ihre Zwillinge. Daneben stehen Professor Liran Hiersch (l) und Kindsvater David Ladovitch. © Lior Zur/Ichilov-Krankenhaus /dpa
Tel Aviv

In Israel hat eine Frau mit zwei Gebärmüttern Zwillinge zur Welt gebracht. Es sei jeweils ein Kind in einer Gebärmutter gewachsen, teilte das Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv mit. Die Zwillinge hätten sich also nach der Geburt zum ersten Mal "getroffen".

Die Frau wurde den Angaben zufolge mit einer doppelten Gebärmutter (Uterus didelphys) geboren. Bei dieser Fehlbildung gibt es zwei getrennte Gebärmütter und zwei Gebärmütterhälse. In dem konkreten Fall sei eine Gebärmutter zudem noch in der Mitte geteilt, teilte die Klinik mit.

Eine Zwillingsschwangerschaft sei unter diesem Umständen äußerst selten. Diese besondere Konstellation geschehe mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa eins zu einer Million.

Keine leichte Schwangerschaft

Die 31-jährige Frau wurde während der Risikoschwangerschaft engmaschig überwacht, die Zwillinge kamen in der 35. Woche per Kaiserschnitt zur Welt.

Die Mutter erzählte nach Angaben der Klinik, sie habe mit 20 Jahren zum ersten Mal von ihrem besonderen medizinischen Zustand erfahren. Schon lange vor der Schwangerschaft habe sie Angst gehabt, "dass das Baby in der rechten, kleineren Gebärmutter wächst". Doch dann kam alles anders: "Bei der ersten Schwangerschaftsuntersuchung ist der Arzt fast in Ohnmacht gefallen. Er hat zehn Minuten gebraucht, um mir mitzuteilen, dass ich in jeder Gebärmutter einen Embryo habe."

Die Schwangerschaft sei von großen Sorgen begleitet gewesen, sagte die Mutter. Aber: "Die Zwillinge - ein Junge und ein Mädchen - sind süß und großartig, und ich bin sicher, dass sie die besten Geschwister und Freunde sein werden, obwohl sie sich erst jetzt getroffen haben."

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