Gedenken an fünfköpfige Familie aus Königs Wusterhausen

Ein Mann soll seine drei Kinder, seine Frau und sich selbst getötet haben. Die Polizei ermittelt zum Tod der Familie in Brandenburg. Anwohner gedenken der fünf Toten.
| dpa
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Kerzen brennen auf dem Gehweg vor dem Einfamilienhaus Königs Wusterhausen, wo Polizisten eine Familie tot aufgefunden hatten.
Kerzen brennen auf dem Gehweg vor dem Einfamilienhaus Königs Wusterhausen, wo Polizisten eine Familie tot aufgefunden hatten. © Christophe Gateau/dpa
Königs Wusterhausen

Mehrere Tage nach dem gewaltsamen Tod einer Familie in Königs Wusterhausen haben Anwohner, Kirche und Stadt der Toten gedacht.

"Wir stehen fassungslos vor dem, was geschehen ist. Wir verstehen es nicht und wir begreifen es nicht", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Christian Stäblein, am Donnerstagabend. Zur Andacht hatten knapp zwei Dutzend Menschen in der Kirche im Ortsteil Senzig Platz genommen, andere hatten Kerzen angezündet.

Auch vor dem Wohnhaus der Familie, rund zweieinhalb Kilometer entfernt, brennen noch Kerzen. Die Leichen der Eltern und ihrer drei Kinder waren am Wochenende gefunden worden. Nach den derzeitigen Ermittlungen soll der Familienvater erst die Kinder - sie waren vier, acht und zehn Jahre alt - und seine Frau und dann sich selbst mit einer Schusswaffe getötet haben.

Abschiedsbrief gefunden

Die Fahnder fanden auch einen Abschiedsbrief des 40-Jährigen. Darin teilte der Berufsschullehrer seine Sorge vor einer Verhaftung mit, weil er das Impfzertifikat seiner Frau habe fälschen lassen. Auch habe er befürchtet, man werde ihm die Kinder wegnehmen. Der Arbeitgeber der Frau, die Technische Hochschule Wildau, hatte ihr nach dpa-Informationen eine Frist für eine Stellungnahme zu ihrem Impfnachweis gesetzt, nachdem Unstimmigkeiten aufgefallen waren. Die Frist war noch nicht abgelaufen.

Die Fahnder ermitteln weiter zu den Hintergründen der Tat. Die schriftlichen Ergebnisse der Obduktion stünden noch aus - sie lägen erst in einigen Wochen vor, sagte Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Donnerstag.

© dpa-infocom, dpa:211210-99-326378/3

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