Felsrutsch: Europas meistbefahrene Güterzugstrecke gesperrt

Erst Ende dieser Woche rechnet die Bahn mit einer klaren Aussage, wann die verschütteten Gleise im Mittelrheintal wieder frei sein können. Auch die parallele Bundesstraße ist zunächst weiter gesperrt.
| dpa
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Ein Felssturz hat die linksrheinische Bahntrasse zwischen St. Goarshausen und Kestert verschüttet.
Ein Felssturz hat die linksrheinische Bahntrasse zwischen St. Goarshausen und Kestert verschüttet. © Thomas Frey/dpa
Kestert

Nach dem Felsrutsch am Montag auf Europas meistbefahrener Güterzugstrecke im Mittelrheintal bleiben die Gleise vorerst gesperrt.

"Eine verlässliche Prognose zur Befahrbarkeit der Strecke wird voraussichtlich Ende der Woche möglich sein", teilte die Deutsche Bahn in Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur mit. Experten von Spezialfirmen und der Deutschen Bahn erkundeten die Lage bei Kestert unweit des weltberühmten Loreley-Felsens.

"Sobald der Hang abschließend gesichert ist, kann die Strecke mit schwerem Gerät geräumt und das Material abtransportiert werden. Ziel ist es, die Strecke möglichst schnell für die Kundinnen und Kunden wieder zur Verfügung zu stellen", hieß es weiter. Auch die parallele Bundesstraße 42 blieb laut einer Polizeisprecherin vorerst gesperrt, "weil immer noch Felsbrocken herunterbrechen können".

Felsplatten und Geröll waren am Montagmorgen auf die rechtsrheinischen Gleise gerutscht. Die B42 wurde von einer Staub- und Feingeröllwolke stark verschmutzt. Verletzte gab es nicht, auch Fahrzeuge oder Züge wurden nicht getroffen. Der Straßenverkehr wurde weiträumig umgeleitet und ein Busersatzverkehr eingerichtet.

Die rechtsrheinischen Gleise sind laut Deutscher Bahn Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Derzeit werden die Güterzüge über die linksrheinische Strecke umgeleitet. Im Welterbe Oberes Mittelrheintal mit vielen Steilhängen ist es schon öfters zu Hangrutschen gekommen.

© dpa-infocom, dpa:210316-99-840307/3

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