Leiche nach Explosion in Bordeaux unter Trümmern gefunden

Ein lauter Knall reißt in Bordeaux viele Menschen aus dem Schlaf. Im Viertel Chartrons hat es eine Explosion gegeben - etliche Häuser sind völlig zerstört. Ein älteres Paar trifft es besonders schlimm.
| dpa
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Feuerwehrleute sind nach der Explosion im Viertel Chatrons im Einsatz.
Feuerwehrleute sind nach der Explosion im Viertel Chatrons im Einsatz. © Mehdi Fedouach/AFP/dpa
Bordeaux

Bei einer heftigen Explosion in Bordeaux ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Leiche einer älteren Frau wurde am Samstagnachmittag geborgen. Die Explosion hatte am Morgen die Stadt in Südwestfrankreich erschüttert.

Ersten Erkenntnissen nach könnte es sich um eine Gasexplosion handeln. Mehre Gebäude wurden völlig zerstört.

Die Präfektur bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Tod einer vermissten Person, die unter den Trümmern gefunden wurde. Nähere Angaben zur Identität machte sie nicht. Medienberichten zufolge handelte es sich um eine 88-jährige Frau, die in einem der beschädigten Häuser gelebt hatte. Einsatzkräfte hatten mit Suchhunden nach der Frau gesucht. Ein 89-Jähriger war am Vormittag mit schwersten Verletzung in ein Krankenhaus gebracht worden, wie Delphine Balsa von der zuständigen Präfektur im französischen Fernsehen sagte. Bei dem Mann soll es sich um den Lebensgefährten der Frau handeln.

Die Explosion ereignete sich etwa um 8.00 Uhr morgens im Stadtteil Chartrons in der Nähe des Zentrums der Stadt. Ein Gebäude ist Berichten zufolge komplett eingestürzt, weitere angrenzende Häuser stürzten teilweise ein. Mehrere Menschen erlitten leichte Verletzungen und einen Schock. Die Ursache der Explosion ist noch unklar. Eine Möglichkeit ist eine Gasexplosion, die sich auf Höhe einer Autowerkstatt ereignet hat. Die genaue Ursache müsse aber erst noch geklärt werden, sagte Balsa. Ein zunächst vermisster Automechaniker meldete sich am Mittag bei der Feuerwehr.

Auf Bildern waren zahlreiche Trümmer und zersplitterte Fenster zu sehen. "Es hat mich aufgeweckt. Mein ganzes Haus hat gewackelt und ich wohne etwa 300 Meter entfernt", zitierte die Zeitung "Sud Ouest" einen Anwohner. "Teile der Decke begannen runterzukommen", sagte ein Mann namens Marcel der Zeitung "La Dépeche". Er flüchtete sich demnach aus dem schwer beschädigten Haus. "Meine Papiere, meine Brieftasche sind drin", erzählte er weiter. "Wir schliefen und wurden durch ein lautes Geräusch geweckt, eine Detonation. Das Dach vibrierte. Unser Hund hat gebellt und ist auf unser Bett gesprungen", schilderte ein anderer Nachbar.

© dpa-infocom, dpa:210206-99-326885/5

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