Erste Hitzewelle des Jahres schon kurz vor Sommeranfang

Die erste Hitzewelle 2021 steht vor der Tür. Der Deutsche Wetterdienst erwartet mehrere Tage hochsommerliche Temperaturen - bis zu 37 Grad. Auch die Nächte werden mit Werten um die 20 Grad warm.
von  dpa
Die aufgehende Sonne in der Leinemasch in der Region Hannover. Der Deutsche Wetterdienst DWD sagt für die nächsten Tage eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 37 Grad voraus.
Die aufgehende Sonne in der Leinemasch in der Region Hannover. Der Deutsche Wetterdienst DWD sagt für die nächsten Tage eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 37 Grad voraus. © Julian Stratenschulte/dpa

Früher als im vergangenen Jahr bricht die erste Hitzewelle über Deutschland herein. "Am Donnerstag geht es in die Vollen. Da wird es nur noch wenige Flecken geben, an denen keine 30 Grad erreicht werden", kündigte der Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Mittwoch an.

In vielen Regionen Deutschlands sind sogar 35 Grad und mehr möglich. Auch am Freitag und am Wochenende bleibt es sehr heiß, Unwetter sind möglich. Und tropische Nächte mit mehr als 20 Grad werden erwartet.

Nach den bisherigen Prognosen soll die Hitzewelle Anfang nächster Woche abebben. Kalendarisch beginnt der Sommer am Montag (21. Juni). Ungewöhnlich sind solche Temperaturen Mitte Juni laut Hoffmann nicht. "Das hatten wir in den letzten Jahren immer mal wieder." Der erste Corona-Sommer im vergangenen Jahr drehte erst später auf - Ende Juli und Anfang August. Vorher war es eher regional heiß.

Als Hitzewelle gelten mehrere Tage am Stück mit über 30 Grad - und das flächendeckend. Allerdings gibt es keine feste Definition. Oft ist es im Südwesten und in der Lausitz besonders warm. Viele Menschen erwarten inzwischen frühe Hitzewellen im Jahr - wohl auch, weil die extremen Sommer 2019 und 2018 in Erinnerung sind.

Notfallmediziner raten bei Hitze, über den Tag verteilt jede Stunde ein Glas Wasser zu trinken, auch wenn noch kein Durst vorhanden sei. Vor allem ältere, chronisch kranke oder pflegebedürftige Menschen, Kleinkinder und Schwangere seien durch die Hitzebelastung gefährdet, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Am Donnerstag sind im Westen einzelne Gewitter möglich. "Wo es runterkommt, kann es ordentlich zur Sachen gehen mit starken Sturmböen, Hagel und Platzregen", erklärte der DWD-Meteorologe. Am Freitag breiten sich die Gewitter im Westen noch ein wenig aus, gleichzeitig wird der Osten zum Hitzeherd Deutschlands. 37 Grad werden vom DWD angekündigt. Im Rest der Republik bleiben die Werte über 30 Grad, es wird aber nicht ganz so heiß wie am Vortag.

Auch am Samstag wird es im Osten bei 37 Grad schweißtreibend, im Nordwesten fallen die Temperaturen dagegen unter 30 Grad. Die Gewitter ziehen weiter in den Osten und Süden der Republik.

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium appellierte an Tierhalter, für Schatten, Kühlung und ausreichend Wasser zu sorgen. Viele Landwirte freuen sich über den Sonnenschein und die Wärme in diesen Tagen: Das tue dem Wachstum der Feldfrüchte nach dem kalten Frühjahr gut, sagte der Sprecher des Hessischen Bauernverbandes, Bernd Weber.

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