Erneute Unwetterwarnung für Teile Deutschlands

In mehreren Bundesländern mussten Rettungskräfte wegen vollgelaufener Keller und überschwemmter Straßen ausrücken. Mindestens ein Mensch starb. Die Vorhersage für Mittwoch ist nicht viel besser.
| dpa
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Feuerwehrleute im Kreis Biberach stehen neben einem Feuerwehrboot auf einer Straße in den Fluten eines heftigen Unwetters.
Feuerwehrleute im Kreis Biberach stehen neben einem Feuerwehrboot auf einer Straße in den Fluten eines heftigen Unwetters. © Simon Adomat/VMD Images/dpa
Biberach/Heilbronn/München

Unwetter haben im Süden und in der Mitte Deutschlands für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller gesorgt. Im Kreis Biberach (Baden-Württemberg) ertrank ein Mann in seiner Wohnung.

Auch in Bayern und Sachsen liefen Keller voll, Straßen mussten gesperrt werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor weiteren Unwettern mit heftigem Starkregen innerhalb kurzer Zeit.

Mit am stärksten traf es am Montag den Kreis Biberach. Straßen, Plätze, Häuser und Keller in zahlreichen Gemeinden seien überflutet worden, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes mit. Mehr als 100 Gebäude im Landkreis wurden beschädigt. Die für solche Situationen angeschafften Hochwasserboote und die Sandsackfüllmaschine hätten sich bewährt, sagte Landrat Heiko Schmid. In Rot an der Rot starb am Montagabend ein 64 Jahre alter Mann, der laut Polizei in seiner Wohnung im Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses von den Wassermassen überrascht worden war.

Auch im Kreis Ravensburg sowie in Heilbronn rückten Polizei und Feuerwehr zu Einsätzen wegen vollgelaufener Keller aus, mehrere Straßen in der Region waren überflutet und wurden zum Teil gesperrt. In Neckarsulm bei Heilbronn stand durch die Unwetter das Werk des Automobilherstellers Audi unter Wasser.

Im sächsischen Annaberg-Bucholz löste ein schweres Gewitter eine Geröll- und Schlammlawine aus. Diese sei am Montag von einem Feld aus durch den Ortsteil Geyersdorf gezogen und habe dabei auch ein Mehrfamilienhaus erfasst, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Dieses sei mit Sandsäcken gegen die Wasser- und Schlammmassen geschützt worden.

Auch in einigen Regionen von Schwaben (Bayern) liefen nach Polizeiangaben Keller voll Wasser, mancherorts mussten überschwemmte Straßen stundenlang für den Verkehr gesperrt werden. Manche Autofahrer blieben in den Wassermassen stecken. 

Auch am Mittwoch bleibt es voraussichtlich ungemütlich: In der Nacht kann es im Süden und Südwesten Deutschlands sowie im Mittelgebirgsraum laut DWD heftigen oder extremen Starkregen mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter sowie vereinzelt kleineren oder auch größeren Hagel und steife bis stürmische Böen geben.

© dpa-infocom, dpa:210608-99-912940/5

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