Bundesbürger schwärmen für Atmosphäre der Weihnachtsmärkte

Vor Corona gab es einen regelrechten Tourismus zu den schönsten Märkten im Land. Und jetzt? Der Großteil der Bundesbürger will dort endlich wieder bummeln.
| dpa
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Lebkuchenherzen mit der Aufschrift "Gruß vom Nürnberger Christkindlesmarkt" hängen an einem Stand auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt.
Lebkuchenherzen mit der Aufschrift "Gruß vom Nürnberger Christkindlesmarkt" hängen an einem Stand auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt. © Daniel Karmann/dpa
Berlin

Vorfreude auf den großen Budenzauber: 71 Prozent der Bundesbürger wollen in diesem Jahr "bestimmt" oder "wahrscheinlich" auf einen Weihnachtsmarkt gehen (36 bzw. 35 Prozent).

Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Völlig uneins sind sich die Befragten bei der Frage, welche Corona-Regeln für Weihnachtsmärkte angemessen sind.

Jeder Zehnte (10 Prozent) geht nach eigenen Angaben vier bis fünf Mal pro Saison auf den Weihnachtsmarkt. 38 Prozent bummeln dort zwei bis drei Mal, 29 Prozent haben schon nach einem einzigen Ausflug genug. Und dann ist da die Gruppe der echten Fans: 6 Prozent sagen von sich, dass sie häufiger als fünf Mal pro Saison auf Weihnachtsmärkten zu finden sind.

Die Atmosphäre, die Stände, die Dekorationen, die Lichter, der Duft: Das sind die Dinge, die den Bundesbürgern auf den Weihnachtsmärkten mit Abstand am liebsten sind. 74 Prozent mögen besonders "die Atmosphäre". 62 Prozent nennen die "Stände, Dekorationen und Lichter", 57 Prozent den vorweihnachtlichen Geruch, etwa nach Tannennadeln, Lebkuchen, Punsch und Glühwein.

Was viele noch mögen: das Essen auf den Märkten (40 Prozent), den Glühwein (36 Prozent) und die Geselligkeit (32 Prozent). Das Angebot an Waren zieht am wenigsten, dieses gefällt 20 Prozent der Befragten besonders.

Die Zahl der Menschen, die einen großen Bogen um Weihnachtsmärkte machen, ist klein: Lediglich 4 Prozent der Befragten wissen sicher, dass sie in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt besuchen wollen. "Wahrscheinlich nicht" sagen 18 Prozent.

Für die meisten ist der Bummel zwischen Buden und Tannengrün ein Familienevent: Auf die Frage: "Mit wem verbringen Sie am liebsten Zeit auf dem Weihnachtsmarkt?", antworteten 58 Prozent "Mit Familienmitgliedern und Verwandten". Jeder Dritte (31 Prozent) geht am liebsten mit Freunden, 5 Prozent gehen am liebsten allein. Betriebsausflüge auf Weihnachtsmärkte sind nicht übermäßig beliebt: 3 Prozent gehen am liebsten mit Kollegen.

Die Weihnachtsmarktsaison startet in diesem Jahr mancherorts besonders früh. Seit Freitag hat etwa der "Winterzauber Berlin" geöffnet. Andernorts geht es am 15. oder 16. November los statt wie üblich eine Woche später. Grund ist, dass Städte ihre Besucher erfreuen und Schaustellern nach der langen Corona-Auszeit höhere Umsätze ermöglichen wollen.

Auf vielen Märkten gilt diesmal die 3G-Regel - das heißt, Besucher müssen nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft sind, als genesen gelten oder negativ getestet sind.

Die Bundesbürger sind sich allerdings völlig uneins bei der Frage, welche Corona-Regeln für Weihnachtsmärkte die richtigen sind: Für 3G votieren 27 Prozent, 22 Prozent würden sich mit 2G am wohlsten fühlen, also einem Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. 18 Prozent der Befragten würden Abstandsregeln reichen. "Für Weihnachtsmärkte sollte es keinerlei Einschränkungen geben", finden 17 Prozent. Die genau gegenteilige Meinung haben 8 Prozent: "Weihnachtsmärkte sollten in diesem Winter abgesagt werden."

Was sind die Gründe für diejenigen, die grundsätzlich keine Märkte besuchen wollen oder diesmal eher zu Hause bleiben? "Ich habe wegen der Corona-Pandemie Bedenken, einen Markt zu besuchen", sagen 51 Prozent aus dieser Gruppe. "Allgemein kein Interesse" haben 25 Prozent dieser Befragten, "zu teuer" sind die Märkte 22 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:211107-99-899911/3

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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