Australischer Bundesstaat kämpft gegen gegen Mäuseplage

Sie zerstören die Ernte, beißen Menschen und übertragen Krankheiten. Im australischen New South Wales hat es solch eine Plage von diesem Ausmaß seit den frühen 80er Jahren nicht mehr gegeben.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Das Landwirtschaftsministerium will gegen die Mäuseplage eine Genehmigung eines bislang verbotenen Gifts einholen.
Das Landwirtschaftsministerium will gegen die Mäuseplage eine Genehmigung eines bislang verbotenen Gifts einholen. © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa
Sydney

Der australische Bundesstaat New South Wales hat mit der schlimmsten Mäuseplage seit rund 40 Jahren zu kämpfen.

Nun stellt der Staat vor allem seinen Bauern und Produzenten Finanzhilfen von umgerechnet rund 32 Millionen Euro zur Verfügung, wie der Landwirtschaftsminister des Bundesstaates, Adam Marshall, dem Radiosender 2GB sagte. Damit sollen die durch die Schäden erlittenen Verluste kompensiert werden, zudem sollen kleine Unternehmen und auch Haushalte Rabatte für den Kauf von Fallen und Gift bekommen. Landwirte sollen demzufolge chemische Giftköder sogar kostenlos erhalten, "um diese Geißel zu bekämpfen".

Marshall sagte: "Eine Plage von diesem Ausmaß haben wir wirklich seit den frühen 80er Jahren nicht mehr gesehen, und jeder hat gehofft, dass die kühlen Bedingungen im Winter die Zahl der Mäuse eindämmen würde. Bis jetzt hat nichts funktioniert." Er kündigte an, die Genehmigung eines bislang verbotenen Gifts einholen zu wollen. Das sogenannte Bromadialon sei "das stärkste Mäusegift", das man auf der Welt bekommen könne. Die Nagetierplage treibt in dem Bundesstaat seit Monaten ihr Unwesen.

Von Anfang Januar bis Ende April wurden der Gesundheitsbehörde des Staats 23 Fälle von Leptospirose gemeldet. Das ist eine seltene Krankheit, die zu Nierenversagen und Hirnhautentzündung führen kann - und häufig von Mäusen übertragen wird. Im gesamten Jahr 2020 waren es laut australischer Nachrichtenagentur AAP elf Fälle.

© dpa-infocom, dpa:210513-99-580784/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen