Wilde Verfolgung: Rollerfahrer haut vor Polizei ab

Als die Polizei einen Roller-Fahrer anhalten will, gibt er plötzlich Gas, rumpelt über Gehwege, und wird in der Giselastraße zum Geisterfahrer - bis er zu Sturz kommt.
von  az

Als die Polizei einen Roller-Fahrer anhalten will, gibt er plötzlich Gas, rumpelt über Gehwege, und wird in der Giselastraße zum Geisterfahrer - bis er zu Sturz kommt.

München - Eine wilde Verfolgungsjagd mit waghalsigen Manövern hat sich ein Rollerfahrer mit der Münchner Polizei geliefert. Am Donnerstag, 01.03.2012, gegen 14.30 Uhr, wollten zwei Zivilbeamte der Münchner Verkehrspolizei auf der Leopoldstraße den Fahrer eines Piaggio-Rollers kontrollieren. Grund für diese Kontrolle war, dass das Versicherungskennzeichen am Vortag abgelaufen war.

Als der Rollerfahrer bemerkte, dass die Polizei ihn stoppen wollte, gab er richtig Gas. Auf seiner Flucht raste er kreuz und quer durch Schwabing, vollführte waghalsige Manöver über Gehwege und fuhr in der Giselastraße entgegen der Einbahnrichtung. Da sich die Polizeibeamten nicht abschütteln ließen, wollte der Rollerfahrer schließlich in der Parkanlage an der Biedersteiner Straße sein Glück versuchen. Bei einer erneuten Wende kam er zu Sturz und konnte daraufhin durch die Beamten festgenommen werden.

Als Grund für die Flucht gab der 27-jährige Student aus München an, dass er keine Fahrerlaubnis mehr besitzt. Diese war ihm im Jahr 2010 wegen einer Alkoholfahrt entzogen worden. Dazu konnte noch festgestellt werden, dass das abgelaufene Versicherungskennzeichen im August letzten Jahres von einem anderen Motorroller gestohlen worden war.

Da der Motorroller noch viel schneller gefahren wurde, als es eigentlich erlaubt ist, wird hier noch ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Aufgrund drogentypischer Auffälligkeiten wurde eine Blutentnahme angeordnet. Gegen den Studenten wird nun wegen Diebstahls des Versicherungskennzeichens, Kennzeichenmissbrauchs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Versicherungsschutz, Fahren unter Drogeneinwirkung und mehrerer Verkehrsordnungswidrigkeiten ermittelt.