Wie die Stadt München jungen Menschen aus der Pandemie helfen will

2,347 Millionen Euro nimmt die Stadt München in die Hand und will Angebote in Kitas und Schulen ausbauen.
von  AZ
Unter anderem in Schulen sollen Angebote ausgebaut werden. (Symbolbild)
Unter anderem in Schulen sollen Angebote ausgebaut werden. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

München - Kinder und Jugendliche leiden besonders unter der Corona-Pandemie. Deshalb will die Stadt München nun mehr als 2,3 Millionen Euro ausgeben, um den negativen Auswirkungen entgegenzuwirken. 

Dafür hat die Stadt den Masterplan "Junge Menschen raus aus der Pandemie" entwickelt. Vor allem Kindern und Jugendlichen, die aus weniger privilegierten Verhältnissen kommen, soll damit geholfen werden, da sie am häufigsten unter Lern- und Entwicklungsrückständen zu leiden haben. 

München: Workshop für Maßnahmenpaket

Bereits im Oktober 2021 nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Regierung von Oberbayern und des Staatlichen Schulamts, der Agentur für Arbeit München und des Jobcenters, der Kammern, mehrerer städtischer Referate und zahlreiche freie und private Träger an einem Workshop teil, um die Probleme zu beleuchten und Vorschläge zur Bewältigung zu machen. 

Im beschlossenen Maßnahmenpaket enthalten ist unter anderem der Ausbau  des Kitapsychologischen Fachdienstes der Münchner Erziehungsberatungsstellen für alle Münchner Kindergärten und Horte. 

In allgemeinbildenden Schulen soll das erhöhte Budget vor allem in bedarfsorientierte, zum Teil präventive Projekte im sozial-emotionalen Bereich fließen. 

Zudem soll es gesundheitsförderliche Bewegungsangebote und sogenannte Differenzierungshilfen für den Schwimmunterricht geben, unter anderem sollen Honorarkräfte die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. 

München: Stadtrat entscheidet am 19. Januar

In Berufsschulen zielen die Maßnahmen auf den Abbau von Lernrückständen ab, außerdem sollen Schülerinnen und Schülern bei der Bewältigung psychosozialer Probleme unterstützt werden. 

Auch Lehrkräfte, Sekretariatskräfte und Schulleiterinnen und Schulleiter soll es Unterstützungs- und Entlastungsangebote geben, etwa in Form von Präventionsmaßnahmen, psychischen Erste-Hilfe-Kursen oder Resilienz-Trainings.

Der Stadtrat wird in der Vollversammlung am 19. Januar über die beantragten Mittel entscheiden.